Die Zahl der Streamingdienste steigt stetig.

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Die Zahl der Streaminganbieter wird immer größer. Zuletzt ist Apple TV+ gestartet – mit eher gemischter Kritik –, bald soll Disney+ folgen. Neben Netflix, Amazon Prime, Sky, Maxdome und Co wird die Liste also immer länger – und verärgert User, wie "Techdirt" berichtet. Denn zu viele Dienste, zu viele Exklusivtitel und zu hohe Preise könnten sie zurück zur Piraterie verführen. Gerade der Zugriff auf gewünschte Inhalte zu einem fixen Tarif hatte in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass illegale Downloads am absteigenden Ast waren. Streaminganbieter hatten bewiesen, dass die beste Methode dagegen günstige, bessere und simplere Angebote sind.

Zu viele Abos

Einer aktuellen Umfrage der Analysefirma UTA IQ zufolge finden 70 Prozent der 6.000 befragten Streamingkunden aus den USA, Kanada, Holland und Australien, dass es schlicht zu viele Dienste gibt. 87 Prozent befürchten, dass es viel zu teuer wird, ein Abo für alle Angebote zu haben.

Hier gilt aber zu bedenken, dass das Argument eines zu hohen Preises oft überschätzt wird: Keines der größeren Dienste zwingt seine Nutzer dazu, sich zu einem mehrmonatigen Abo zu verpflichten. Entsprechend kann man jeden Monat einen anderen Dienst abonnieren, je nachdem, welche Inhalte man aktuell konsumieren möchte. Dennoch sorgt diese Fragmentierung dazu, dass Inhalte womöglich untergehen – und, dass Lizenzen für Serien so oft ihren Inhaber wechseln, dass Konsumenten den Überblick verlieren. (red, 91.11.2019)