Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind 13 der Todesopfer Zivilisten.

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Al-Bab – Bei einem Autobombenanschlag in einer von der Türkei kontrollierten Stadt in Nordsyrien sind am Samstag 19 Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden. Der Anschlag sei in Al-Bab nahe einer Bus- und Taxi-Haltestelle verübt worden, erklärte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Türkei machte kurdische Kämpfer für den Anschlag verantwortlich.

Unter den Todesopfern seien 13 Zivilisten, berichtete die Beobachtungsstelle. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Das türkische Verteidigungsministerium machte Kämpfer der syrischen Kurdenmiliz YPG verantwortlich, die nach Ansicht Ankaras ein Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist. Östlich von Al-Bab hatte die türkische Armee erst unlängst eine neue Offensive gegen die YPG begonnen.

Die Türkei und mit ihr verbündete Kämpfer kontrollieren entlang der Grenze zu Syrien einige eigentlich zum Nachbarland gehörende "Gebietstaschen". Dies ist eine Folge der verschiedenen türkischen Einmärsche in Syrien seit 2016. Dabei hatten die türkischen Truppen unter anderem im Februar 2017 Al-Bab erobert, das bis dahin unter Kontrolle der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) stand. (APA, 16.11.2019)