Im Oktober 2017 wurde die Journalistin Daphne Caruana Galizia in Malta ermordet. Jetzt gibt es eine neue Festnahme.

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Valletta – In Malta hat es eine neue Festnahme wegen der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia vor zwei Jahren gegeben. Es soll sich um einen Mittelsmann handeln, der Erkenntnisse über die Drahtzieher der Tat liefern könnte. Premierminister Joseph Muscat bestätigte am Dienstag die Festnahme und einen entsprechenden Bericht der "Times of Malta".

Er stellte dem Mann Straffreiheit in Aussicht, falls er mit der Justiz zusammenarbeite und Informationen liefere, die zu den Auftraggebern des Mordes führen.

Caruana Galizia, eine regierungskritische Bloggerin, war am 16. Oktober 2017 nahe ihrem Haus in Bidnija in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Sie hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta und ihre Verwicklung in den Skandal um die Panama-Papers recherchiert. Drei Männer wurden festgenommen und angeklagt. Sie sollen den Sprengsatz gebaut und gezündet haben. Wer hinter ihnen steckte, ist bis heute unbekannt. (APA, dpa, 19.11.2019)