Nadal ist eben Nadal.

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Madrid – Gastgeber Spanien steht bei der Daviscup-Endrunde in Madrid im Viertelfinale. Gegen Kroatien stand der zweite Erfolg der Spanier am Mittwochabend bereits nach den beiden Einzeln fest. Roberto Bautista Agut gewann zunächst gegen Nikola Mektic 6:1, 6:3. Dann bezwang der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal den Kroaten Borna Gojo mit 6:4, 6:3.

Zum Auftakt hatte Spanien am Dienstag mit 2:1 gegen Russland gewonnen. Titelverteidiger Kroatien ist damit bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden.

Nichts anbrennen

Auch Novak Djokovic und Andy Murray sind erfolgreich in das Finalturnier gestartet. Allerdings muss Großbritannien gegen die Niederlande trotz Murrays Einzelsiegs vor dem abschließenden Doppel noch zittern. Denn sein Teamkollege Daniel Evans unterlag Robin Haase im zweiten Einzel. Murray hatte zuvor bessere Nerven bewiesen. Der Schotte drehte die Partie gegen Tallon Griekspoor (ATP 179) nach verlorenem Startsatz.

Serbien um Topstar Djokovic ließ beim 3:0-Sieg gegen Japan nichts anbrennen. Djokovic benötigte für sein 6:1, 6:2 über Yoshihito Nishioka (ATP 73) nur etwas mehr als eine Stunde. In allen drei Partien in diesem einseitigen Duell gewann der Außenseiter keinen Satz.

Aufregung

Für Aufregung sorgte das nicht ausgetragene Doppel zwischen Kanada und den USA am Dienstag. Kanada hatte nach den beiden gewonnenen Einzeln auf das Doppel verzichtet. Die USA bekamen so einen Punkt geschenkt, der am Ende bei der Ermittlung der beiden besten Zweiten noch von Bedeutung sein kann. Neben den sechs Siegern der Dreiergruppen qualifizieren sich zwei weitere Gruppenzweite für das Viertelfinale.

"Um ehrlich zu sein, sollte das nicht erlaubt sein", kritisierte Djokovic am Mittwoch. Er könne zwar verstehen, dass die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Kanadier ihre Spieler schonen wollten. "Aber ich denke, es ist nicht fair", sagte die Nummer zwei der Welt.

Auch Murray kritisierte den Vorfall. Die Absage des Doppels habe Auswirkungen auf alle Teams, die am Ende in ihrer Gruppe Zweiter werden. "Und die Kanadier hätten danach ja zwei Tage frei gehabt", sagte der frühere Weltranglisten-Erste. (APA, red, 20.11.2019)