Sowohl im Kino als auch entspannt daheim auf dem Sofa kann man derzeit den neuesten Scorsese-Film "The Irishman" schauen, möglich macht das eine Netflix-Kooperation des amerikanischen Regisseurs. Ganze dreieinhalb Stunden lang folgt man in dem Mafiaepos der Geschichte des Mobsters Frank Sheeran.

Gehören zu Scorseses Stammcrew: Joe Pesci und Robert De Niro.
Foto: Niko Tavernise/Netflix via AP

Die Filmkritiken sind durchwegs positiv: Die "New York Times" nennt den Film "monumental, elegisch" und schreibt: "Ein Monument ist eine heikle Sache. Dieses aber ist groß und solide – und dabei auch überraschend, überdurchschnittlich zart." Ähnlich hymnisch auch der "Hollywood Reporter": "Bereiten Sie sich auf ein Feuerwerk vor. Mit diesem sehenswerten Krimiepos ist Scorsese auf der Höhe seines Könnens. Er leitet Schauspielgiganten wie De Niro, Pacino und Pesci und schafft das Filmevent des Jahres."

Und im STANDARD heißt es: "Überlebensgroße Figuren werden zu alltäglichen. Zwar kennen die Mafiosi in 'The Irishman' kaum Reue beim Töten, sehr wohl aber Furcht vor dem eigenen Tod. Scorsese bezieht daraus einige seiner besten Witze und bestätigt sich damit nicht nur als zu Recht gerühmter Stilist, sondern auch als unterschätzter Komödienregisseur."

You talkin' to me?

Dieser Film ist nach "Mean Streets – Hexenkessel", "Good Fellas", "Casino" und "Departed – Unter Feinden" bereits Scorseses fünfter Film, der im amerikanischen Mafiamilieu spielt. In Scorseses mittlerweile über 50-jähriger Karriere hat er sich aber in die unterschiedlichsten Genres vorgewagt. Ob Religionsepen wie "Die letzte Versuchung Christi" oder "Silence", Sportdramen wie "Wie ein wilder Stier", Psychothriller wie "Shutter Island", Liebesfilme wie "Zeit der Unschuld" oder Musikdokus wie "No Direction Home: Bob Dylan" oder "Shine a Light" – Scorsese weiß sein Publikum zu begeistern und sorgte bereits für viele Klassiker der Filmgeschichte. 2006 durfte er für "The Departed" nach fünf Nominierungen endlich auch einen Oscar für die beste Regie mit nach Hause nehmen.

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