Höttges beteuert, dass die Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint keine Verteuerungen bringen werde.

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Der Chef der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hat die Fusion der Konzerntochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint vor Gericht gegen kartellrechtliche Bedenken verteidigt. Höttges versicherte beim Prozess in New York am Dienstag, dass der Zusammenschluss nicht zu Preiserhöhungen auf dem US-Mobilfunkmarkt führen werde. Im Gegenteil: Kunden könnten bei einer Fusion mit günstigeren Angeboten rechnen.

Entscheidung in Manhattan

Eine Reihe von US-Staaten klagen gegen den über 26 Milliarden Dollar (23,4 Mrd Euro) schweren Mega-Deal, der mit T-Mobile und Sprint die dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieter vereinen soll. Der Fall wird in Manhattan vor Gericht verhandelt, Höttges kam als einer der ersten geladenen Zeugen bereits beim Prozessauftakt am Montag an die Reihe, am Dienstag wurde seine Vernehmung fortgesetzt.

Insgesamt 13 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington wollen den im April 2018 vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint verhindern, weil sie Nachteile für Konsumenten, Arbeiter und Innovationen fürchten. Das Bündnis stellt sich quer, obwohl die US-Regierung den Milliarden-Deal schon unter Auflagen genehmigt hat. Höttges gilt als Konzernchef der Deutschen Telekom als wichtiger Zeuge in dem Verfahren um die Zukunft der US-Tochter T-Mobile. (APA, 11.12.2019)