Die Gaming-Welt hat auch heuer wieder für genug Gesprächsstoff gesorgt. Vor allem der Epic Games Store hat die Gemüter mit exklusiven Angeboten bewegt. Auch die Wiederkehr der "Killerspiele"-Debatte sorgte für Aufregung und viele Wortspenden. Und auch im Jahr 2019 wurde immer noch darüber diskutiert, ob man Menschen, die Handyspiele nutzen, nun als Gamer bezeichnen kann. Von den genannten Themen hat es aber keines in die Top Five der meistkommentierten Games-Artikel des Jahres geschafft. Hier die Auflistung der heurigen Berichte mit den meisten Postings.

"Männer sind Abfall": Razer trennt sich nach Tweet von Streamerin (895 Postings)

Nach einem sexistischen Kommentar eines Users ärgerte sich eine Razer-Influencerin so sehr, dass sie einen Tweet mit den Worten "Männer sind Abfall" veröffentlichte. Sie entschuldigte sich kurz danach für das Posting. Razer kündigte trotzdem die Zusammenarbeit, zudem soll die Frau Morddrohungen gegen sich und ihre Familie erhalten haben.

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"Können Schuhe nicht binden": TV-Moderatorin legt sich mit "Fortnite"-Spielern an (901 Postings)

Kurz nach der Fortnite-Weltmeisterschaft sorgte die deutsche TV-Moderatorin Julia Scharf für Empörung. Die Sportschau-Sprecherin ärgerte sich über das Event mit den Worten: "Kinder, die Tag und Nacht vor dem PC sitzen und sich selbst nicht mehr die Schuhe zubinden können. Jetzt können Sie selbst entscheiden, ob das Sport ist oder nicht."

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Mit 17 Millionär: Österreicher gewinnt überraschend "Fortnite"-Duo-WM (925 Postings)

Für besonders viele Postings sorgte auch der Sieg des 17-jährigen Kärntners David "Aqua" Wang bei der Fortnite-Weltmeisterschaft im Duo-Bewerb. Der Österreicher konnte sich überraschend gegen 49 andere Duo-Paare in New York durchsetzen und somit einen Gewinn von drei Millionen Dollar sichern.

Foto: Screenshot/GameStandard

Kritik an Steam, da Vergewaltigungsspiel seit Monaten auf Plattform ist (939 Postings)

Rape Day war monatelang auf Steam verfügbar. Das Spiel wurde nach tagelanger Aufregung dann doch von Valve entfernt – in Deutschland wurde der Titel kurzerhand verboten. Bei dem Game ging es darum, möglichst viele Frauen während der Zombie-Apokalypse zu vergewaltigen. Der Entwickler vertreibt das Spiel unterdessen über inoffizielle Kanäle.

Foto: "Rape Day"

Wie Rechtsextreme durch Frauenhass die Gamer-Community befeuern (983 Postings)

Nach dem Attentat von Halle entbrannte in Deutschland neuerlich die "Killerspiele"-Debatte, bei der das Medium verteufelt wurde. Eine pauschale Vorverurteilung ist somit falsch, innerhalb der Community gibt es aber sehr wohl Strömungen, die offen für Rechtsextremismus und Frauenhass sind.

Ein Dank an unsere User

Mit dieser Ansichtssache wollen wir uns zugleich auch bei unseren Usern für die zahlreichen Postings bedanken. Bleiben Sie uns auch 2020 mit Ihren Wortspenden treu. Einen guten Rutsch und schöne Feiertage! (Daniel Koller, 28.12.2019)

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