Taylor Swift, derzeit Nummer 4 auf den Billboard Hot 200 Charts – mit ihrem neuen Album "Lover".

Foto: Richard Shotwell/Invision/AP

Der Berechnung der Billboard Albumcharts wurde bereits vor 5 Jahren Daten von Musikstreamingdiensten hinzugefügt – nun sollen zukünftig auch Aufrufe von offiziellen Musikvideos einbezogen werden, berichtet Engadget. Gemeint sind Videos von Plattformen wie Youtube, Apple Music, Spotify und Vevo.

Evolution

Die neue Auswertung soll in der ersten, vollen Jännerwoche zum ersten Mal zur Anwendung kommen und am 18. Jänner 2020 erscheinen, schreibt das Billboard Magazin. Mit dieser Umstellung wolle Billboard auf die Evolution des Musikmarkts – von einem reinen Verkaufsmodell zu einem Konsummodell – eingehen. Laut Deanna Brown von Billboard soll so die "sich verändernde Landschaft der Musikbranche genau wiedergegeben werden."

Genauere Repräsentation

Youtube und Musikvideos werden von Musikhörenden schon lange als Mediathek oder als eine Art Jukebox verwendet. Wenn zukünftig Klickzahlen von Musikvideos in die Messung der wohl einflussreichsten Musikcharts Amerikas einbezogen werden, könnte diese genauer und weitaus repräsentativer werden. Laut Lyor Cohen, Musikchef Youtubes, seien Genres wie Latin, HipHop und Elektro dominierend auf den Youtube Charts, und könnten durch die Einbindung der Videoaufrufe in den Billboard Charts präsenter werden.

Erstes Mal für Albumcharts

Für die Messung der Billboard Hot 100 Songcharts werden bereits seit 2013 Videoaufrufe auf Youtube und anderen Plattformen einbezogen. Zudem werden auch Klicks von Lyricsvideos, Tanzvideos und Karaokevideos herangezogen – für die Albumcharts gelten jedoch nur Aufrufe offizieller Musikvideos. (hsu, 14.12.2019)