Adi Hütter in etwas besseren Zeiten – nach dem EL-Auswärtssieg bei Arsenal.

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Frankfurt – Die Botschaft war Adi Hütter wichtig, er wiederholte sie deshalb gleich mehrfach. "Ich möchte eine Lanze brechen für meine Mannschaft", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach der bitteren 2:4 (2:1)-Heimniederlage am Mittwochabend gegen den 1. FC Köln. Oder: "Ich stelle mich vor meine Spieler. Sie haben versucht, den Kampf anzunehmen."

Erklärbar sei die Pleite nach nur vermeintlich komfortabler 2:0-Führung allein mit der fehlenden Kraft am Ende eines langen Fußball-Jahres. "Man sieht, dass viele Spieler falsche Entscheidungen treffen, weil eine unglaubliche Müdigkeit da ist – körperlich und mental", sagte Hütter: "Ich nehme die Spieler da in Schutz."

Schon 30 Pflichtspiele

Die bereits 30 Pflichtspiele im Laufe der Hinrunde seien "eine Menge Holz", so der Österreicher weiter. Dazu kämen Sperren und Verletzungen. Gegen Köln erweiterten die vorzeitig ausgewechselten Sebastian Rode und Goncalo Paciencia das Frankfurter Lazarett. "Beide haben einen Schlag abgekriegt. Das Risiko wäre zu groß gewesen", sagte Hütter: "Andere gingen auch schon auf dem Zahnfleisch."

Verteidiger Martin Hinteregger (6.) hatte die Eintracht gegen Köln in Führung gebracht, Paciencia (30.) per Kopf erhöht. Doch Nationalspieler Jonas Hector (44.), Sebastiaan Bornauw (72.), Dominick Drexler (81.) und Ismail Jakobs (90.+4) drehten die Partie und sorgten dafür, dass Frankfurter nun sieben der letzten neun Pflichtspiele verloren haben. (sid, 19.12.2019)