ORF-Moderatorin Simone Stribl und die Männerrunde.

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Wien – Dass am Donnerstag, 2. Jänner, eine reine Männerrunde über die künftige türkis-grüne Regierung diskutierte, war wohl auch ORF-Moderatorin Simone Stribl unangenehm: "Wir haben zwar sehr viele Frauen in der Regierung, aber es sitzen heute nur Männer hier", sagte Stribl und am Anfang der Sendung und verwies auf die Verantwortung der Parteien: "Wir haben die höchstrangigen Vertreter der Parteien angefragt. Sie sind gekommen."

Gekommen sind August Wöginger (Klubobmann ÖVP), Johannes Rauch (Landesrat Vorarlberg von den Grünen), Jörg Leichtfried (geschäftsführender Klubobmann SPÖ), FPÖ-Chef Norbert Hofer und Nikolaus Scherak (stv. Klubobmann NEOS), um im Anschluss an die "Zeit im Bild 2" am "Runden Tisch" zum Thema "Was kann Türkis-Grün?" zu diskutieren.

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Einer der Männer, Johannes Rauch, kündigte nach dem "Runden Tisch" auf Twitter an, dass er solche Diskussionen künftig boykottieren werde: Er werde an keinem "Runden Tisch" oder anderen Runden teilnehmen, wenn da nur Männer sitzen, schrieb der Vorarlberger Politiker und Koalitionsverhandler der Grünen. Denn: "Geht gar nicht und ist sowas von vorvorgestern", so Rauch. Er verwendete den Hashtag "selbstkritisch".

(red, 3.1.2020)