Das Camp Simba in Manda Bay wurde am Sonntag angegriffen.

Foto: AP/Staff Sgt. Lexie West

Nairobi – Die somalische islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab hat am Sonntag einen Flughafen in Kenia angegriffen, der auch vom US-Militär als Stützpunkt genutzt wird. Dabei gerieten Treibstofftanks in Brand; es gab mindestens drei Tote. Alle drei waren Mitarbeiter des US-Armee. Die Extremistengruppe erklärte, ein "Trupp Elitesoldaten" der "Märtyrerbrigade" habe eine Basis des "amerikanischen Kreuzzugs gegen den Islam" angegriffen.

Sie veröffentlichte ein Foto eines brennenden Kleinflugzeuges. Die kenianische Armee teilte auf Twitter mit, am Morgen sei versucht worden, auf den zivilen Teil des Flugplatzes Manda Bay am Indischen Ozean vorzudringen. Der Angriff sei zurückgeschlagen worden. "Bisher wurden vier Leichen von Terroristen gefunden. Der Flugplatz ist sicher", hieß es. Gegen den Brand der Treibstofftanks werde planmäßig vorgegangen. In Manda Bay bildet das US-Militär afrikanische Soldaten im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen aus.

Vermehrt Angriffe

Die sunnitischen Fundamentalisten von Al-Shabaab kämpfen seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verüben immer wieder Angriffe. Seit 2011 unterstützen die kenianischen Streitkräfte dort den Kampf gegen Al-Shabaab. Seitdem kommt es auch im Nachbarland Kenia immer wieder zu Anschlägen. Anfang 2019 griffen Al-Shabaab-Kämpfer einen Hotelkomplex in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an und töteten mehr als 20 Menschen. Die Gruppe rekrutiert auch Kämpfer in Kenia, vor allem an der Küste. (APA, 5.1.2020)