Zan Kranjec auf dem ...

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... Weg zum Sieg.

Roland Leitinger ging der Knopf im zweiten Durchgang auf.

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Marco Schwarz greift in Adelboden an. Noch fehlt der Speed.

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Adelboden – Mit dem Gewinn des Adelboden-Riesentorlaufs hat sich Zan Kranjec die Führung im Disziplinweltcup gesichert. Der Slowene gewann 0,29 Sek. vor dem Kroaten Filip Zubcic sowie den Ex-Aequo-Dritten Victor Muffat-Jeandet (FRA) und Henrik Kristoffersen (NOR/je 0,64). Roland Leitinger arbeitete sich auf den sechsten Platz nach vor, mit drei ÖSV-Läufern in den Top 15 zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab.

Bei perfekten Pisten- und Wetterverhältnissen jubelte Kranjec über seinen insgesamt erst zweiten Weltcupsieg nach Saalbach im Dezember 2018. "Das bedeutet mir viel. Ich habe immer davon geträumt, in Adelboden den Riesentorlauf zu gewinnen, das ist für mich eines der größten Rennen. Ich wusste, dass im zweiten Durchgang alles möglich ist", sagte der Halbzeitsechste. "Die Kugel war immer so weit weg, nun bin ich der Führende."

Im Gesamtweltcup vorne

Kristoffersen musste im Riesentorlauf-Weltcup Kranjec vorbeiziehen lassen, im Gesamtweltcup übernahm er das Leadertrikot vom Franzosen Alexis Pinturault, der über Tagesrang zehn nicht hinaus kam. Kristoffersen hat nun zwölf Zähler Vorsprung auf seinen Landsmann Aleksander Aamodt Kilde (RTL-5.) und 30 Punkte auf Pinturault.

Die zwölf Rennen haltende Podestplatzserie platzte für die ÖSV-Herren in Adelboden, nach zähem Saisonbeginn war das Mannschaftsergebnis mit drei in den Top 15 aber Balsam auf die Wunden. Leitinger, zur Halbzeit 27., drehte im Finale mit Laufbestzeit auf und katapultierte sich nach vorne. "Gott sei Dank! Im ersten Durchgang war das einfach zu wenig, ich habe Schadensbegrenzung gemacht und bin richtig geil Ski gefahren", sagte der Salzburger.

Er weiß aber, was er zu tun hat: "Ich muss mehr der Draufgängertyp sein und wenn die Piste so gut ist, permanent attackieren. Das braucht es für die Weltspitze, gnadenlos Gas geben." Nach den Rängen 19, 21 und 23 war es seine beste Saisonleistung im klassischen Riesentorlauf, im Parallel-Riesentorlauf zuletzt war er Dritter gewesen.

"Schritt nach vorne"

Marco Schwarz durfte als Elfter zufrieden sein, es war sein zweites gutes Ergebnis, denn Sechster war er bereits in Alta Badia gewesen. "Ich habe Gas gegeben, ich habe ein, zwei Fehler gemacht, aber es war ein Schritt nach vorne und so kann es weitergehen", meinte der Kärntner, der sich von Halbzeitrang 21 verbesserte. "Ich habe im Schlusshang im ersten noch Reserven gehabt und im zweiten mehr Gas gegeben." So ein enges Rennen auf so einem schwierigen Riesentorlaufhang zeuge von einem extrem hohem Niveau, wo man sich nichts erlauben dürfe.

Stefan Brennsteiner baute im Finale einen großen Fehler ein, trotzdem fuhr er von 29 auf 15 nach vor. "Unten herunter habe ich auf Roland extrem viel verloren, aber er ist einen außerirdischen Zielhang gefahren. Für mich ist das zu wenig, der zweite Lauf war aber vom Angriff her schon viel besser. Darauf muss ich aufbauen." Nichts wurde es aus den ersten Weltcuppunkten für Patrick Feurstein, der als 18. disqualifiziert wurde, weil er eine halbe Sekunde vor dem gültigen Zeitfenster gestartet war.

Das Spektakel

Der Adelboden-Riesentorlauf wurde seinem Ruf als spektakulärer GS im Kalender mehr als gerecht. Perfekte Pistenverhältnisse ermöglichten im ersten Durchgang bei Traumwetter und vor Mega-Kulisse bis zum letzten Läufer Spitzenzeiten. Mehrere Läufer stellten das Klassement auf den Kopf bzw. sich in den Vordergrund.

So rauschte u.a. der Italiener Giovanni Borsotti mit der 53 noch auf den zweiten Halbzeitrang, nur 4/100 Sekunden hinter seinem Landsmann Luca de Aliprandini. Der Halbzeitführende fiel im Finale aus, Borsotti auf Rang 14 zurück. Sehr zur Freude der Hausherren klassierte sich mit der 51 der bereits 27-jährige Schweizer Daniele Sette bei seinem allerdings erst vierten Weltcuprennen als 13., am Ende wurde es Platz 19.

Manfred Mölgg hatte als 30. nur 1,43 Sekunden Rückstand. Nicht in den zweiten Durchgang schafften es von den Österreichern Matthias Mayer als 35. (1,59), Michael Matt als 37. (1,74) und Dominik Raschner als 46. (2,97). Magnus Walch schied aus.

Dabei

Matt wusste schon am Start aufgrund der Rückstände der Konkurrenten, dass die Piste in einem Topzustand ist. "Bis Steilhang-Einfahrt war ich dabei, im Zielhang war das leider zu wenig", sagte der Tiroler nach seinem ersten Riesentorlauf am Chuenisbärgli. "Richtig geile Stimmung, richtig cool, Rennen zu fahren. Du hörst bis zum Start rauf alles, es geht zur Sache. Die perfekte Einstellung auf die Heimrennen."

Im Slalom am Sonntag ist er Österreichs heißeste Aktie. "Wenn man hier im Riesentorlauf-Tempo einmal runterschießt, tut man sich im Slalom auch gleich wieder leichter." Nach dem verpassten zweiten Durchgang in Madonna will er wieder vorne mitmischen. "Mir geht es gut, ich lasse mich nicht drausbringen. Ich habe im Training vier, fünf Läufe gebraucht, um das Ganze abzustimmen. Jetzt schreibe ich mir das fürs nächste Jahr auf und nehme das her in Madonna. Und hier wird es auch ähnlich sein", sagte der Zweite von 2018 in Adelboden. (APA; 11.1.2020)

Ergebnis:

1. Zan Kranjec (SLO) 2:27,90
2. Filip Zubcic (CRO) 2:28,19 +00,29
3. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 2:28,54 +00,64
3. Henrik Kristoffersen (NOR) 2:28,54 +00,64
5. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 2:28,56 +00,66
6. Roland Leitinger (AUT) 2:28,81 +00,91
7. Ted Ligety (USA) 2:28,85 +00,95
8. Mathieu Faivre (FRA) 2:28,91 +01,01
9. Fabian Wilkens Solheim (NOR) 2:29,09 +01,19
10. Alexis Pinturault (FRA) 2:29,11 +01,21
11. Matts Olsson (SWE) 2:29,28 +01,38
11. Marco Schwarz (AUT) 2:29,28 +01,38
13. Lucas Braathen (NOR) 2:29,34 +01,44
14. Giovanni Borsotti (ITA) 2:29,41 +01,51
15. Stefan Brennsteiner (AUT) 2:29,56 +01,66
16. Riccardo Tonetti (ITA) 2:29,67 +01,77
17. Loic Meillard (SUI) 2:29,87 +01,97
18. Ryan Cochran-Siegle (USA) 2:30,11 +02,21
19. Daniele Sette (SUI) 2:30,24 +02,34
20. Alexander Schmid (GER) 2:30,33 +02,43
21. Cedric Noger (SUI) 2:30,51 +02,61
22. Mattias Rönngren (SWE) 2:31,05 +03,15
23. Justin Murisier (SUI) 2:31,11 +03,21
24. Erik Read (CAN) 2:31,31 +03,41
25. Alexander Andrienko (RUS) 2:31,74 +03,84

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.:
Magnus Walch (AUT), Gino Caviezel, Thomas Tumler (beide SUI), Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR), Tommy Ford (USA)

Ausgeschieden im 2. Durchgang:
Luca de Aliprandini, Manfred Mölgg (beide ITA), Thibaut Favrot, Cyprien Richard (beide FRA)

Disqualifiziert im 2. Durchgang:
Patrick Feurstein (AUT)

2. Durchgang:

1. Roland Leitinger (AUT) 1:15,26 Min.
2. Zan Kranjec (SLO) 1:15,41 +0,15
3. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 1:15,55 +0,29
4. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:15,56 +0,30
5. Filip Zubcic (CRO) 1:15,68 +0,42
6. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:15,84 +0,58
7. Stefan Brennsteiner (AUT) 1:15,89 +0,63
8. Marco Schwarz (AUT) 1:15,99 +0,73

9. Ted Ligety (USA) 1:16,03 +0,77
10. Fabian Wilkens Solheim (NOR) 1:16,07 +0,81
11. Matts Olsson (SWE) 1:16,26 +1,00
12. Alexis Pinturault (FRA) 1:16,35 +1,09
13. Mathieu Faivre (FRA) 1:16,53 +1,27
14. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:16,60 +1,34
15. Lucas Braathen (NOR) 1:16,70 +1,44

1. Durchgang:

1. Luca de Aliprandini (ITA) 1:12,25 Min.
2. Giovanni Borsotti (ITA) 1:12,29 +0,04
3. Loic Meillard (SUI) 1:12,36 +0,11
4. Mathieu Faivre (FRA) 1:12,38 +0,13
4. Erik Read (CAN) 1:12,38 +0,13
6. Zan Kranjec (SLO) 1:12,49 +0,24
7. Filip Zubcic (CRO) 1:12,51 +0,26
8. Alexander Schmid (GER) 1:12,63 +0,38
'9. Lucas Braathen (NOR) 1:12,64 +0,39
10. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:12,70 +0,45
11. Alexis Pinturault (FRA) 1:12,76 +0,51
11. Riccardo Tonetti (ITA) 1:12,76 +0,51
13. Daniele Sette (SUI) 1:12,78 +0,53
14. Ted Ligety (USA) 1:12,82 +0,57
15. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 1:12,99 +0,74

Weiter:
21. Marco Schwarz (AUT) 1:13,29 +1,04
25. Patrick Feurstein (AUT) 1:13,50 +1,25
27. Roland Leitinger (AUT) 1:13,55 +1,30
29. Stefan Brennsteiner (AUT) 1:13,67 +1,42

Nicht für 2. Durchgang qualifiziert u.a.:
35. Matthias Mayer (AUT) 1:13,84 +1,59
37. Michael Matt (AUT) 1:13,99 +1,74
46. Dominik Raschner (AUT) 1:15,22 +2,97

Gesamtwertung nach 17 Rennen:

1. Henrik Kristoffersen (NOR) 531
2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 519
3. Alexis Pinturault (FRA) 501
4. Dominik Paris (ITA) 454
5. Matthias Mayer (AUT) 362
6. Beat Feuz (SUI) 361
7. Vincent Kriechmayr (AUT) 360
8. Zan Kranjec (SLO) 306
9. Clement Noel (FRA) 240
10. Ryan Cochran-Siegle (USA) 236

Riesentorlauf Herren (4):

1. Zan Kranjec (SLO) 270
2. Henrik Kristoffersen (NOR) 253
3. Alexis Pinturault (FRA) 172
4. Tommy Ford (USA) 161
5. Mathieu Faivre (FRA) 161
6. Filip Zubcic (CRO) 138
7. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 115
8. Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR) 110
9. Lucas Braathen (NOR) 108
10. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 105

Mannschaft Herren (17):

1. Norwegen 2141
2. Schweiz 2112
3. Frankreich 2060
4. Österreich 1693
5. Italien 1150
6. USA 809
7. Deutschland 686
8. Slowenien 453
9. Schweden 419
10. Kroatien 234

Nationencup (31):

1. Schweiz 3508
2. Österreich 3470
3. Norwegen 3005
4. Italien 2733
5. Frankreich 2464
6. USA 1788
7. Deutschland 1547
8. Schweden 1002
9. Slowenien 783
10. Slowakei 517