Carola Rackete wurde 2019 in Lampedusa festgenommen.

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Rom – Das Oberste Gericht in Italien hat die Berufung der sizilianischen Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung der deutschen Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete abgewiesen. "Es ist sehr gut gelaufen", sagte ihr Anwalt Leonardo Marino am Freitag, "Carola hätte nicht festgenommen werden dürfen."

Nach Racketes Festnahme in einem Hafen von Lampedusa im Juni 2019 hatte eine Untersuchungsrichterin gefordert, Rackete wieder freizulassen. Die Richterin hatte argumentiert, dass Rackete in einer Notlage gehandelt habe. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft in Agrigent im Sommer Berufung eingelegt. Diese wurde nun vom Obersten Gericht Italiens abgewiesen.

Gegen Rackete läuft auf Sizilien immer noch ein Verfahren wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Unklar ist laut Medienberichten weiterhin, ob es zu einem Prozess kommt. Das jetzige Urteil könnte aber einen Einfluss darauf haben. (APA, dpa, 17.1.2020)