Schwere Panne bei Google Photos, von der allerdings nur wenige Nutzer betroffen sind.

Foto: Eduardo Munoz / REUTERS

Da dürfte so mancher Google-Nutzer gehörig gestaunt haben: Ein Download der eigenen Bilder via Google Takeout produzierte vergangenen November unerwartete Ergebnisse. Neben eigenen Bildern und Videos fanden sich in dem Archiv nämlich Videos von vollständig anderen Nutzern. Der Grund dafür: Eine Panne bei Google Photos, die das Unternehmen jetzt öffentlich macht.

Rahmenbedingungen

In einer Mitteilung an betroffene User heißt es, dass das Fehlverhalten zwischen dem 21. und 25. November 2019 auftrat. Das Unternehmen scheint das Problem also innerhalb weniger Tage bereinigt zu haben. Zudem ist die Zahl der betroffenen User wohl überschaubar. Immerhin konnte es zu der Vertauschung von Videos nur dann kommen, wenn man zu diesem Zeitpunkt einen Download der eigenen Daten über Google Takeout anforderte. Andere Google Photos Nutzer waren offenbar nicht betroffen.

Bei Google Takeout handelt es sich um einen Dienst, mit dem die Nutzer ihre Daten aus unterschiedlichen Google-Diensten herunterladen können – etwa als Backup oder auch um sie auf einen anderen Anbieter zu migrieren. In diesem Fall scheint es so gewesen zu sein, dass beim Erstellen der Download-Pakete Dateien von unterschiedlichen Nutzern, die einen solchen "Takeout" angefordert haben, vermischt wurden. Allerdings waren davon auch wieder nur 0,01 Prozent betroffen, wie Google gegenüber 9to5Google betont.

Umfang

Trotzdem gibt es jetzt auch scharfe Kritik an der Art, wie Google mit dem Vorfall umgeht. Es sei verstörend, dass Google einfach eine solch lapidare Mail an die Betroffenen schickt ohne dies größer zu kommunizieren, formuliert es Jon Oberheide, Mitgründer der Sicherheitsfirma Duo Security.Auf Nachfrage des Entwicklers betonte Google zudem, dass man nicht genau sagen könne, welche Videos im einzelnen betroffen wären, und wo diese schlussendlich gelandet sind. (apo, 4.2.2020)