Die afghanischen Sicherheitskräfte äußerten sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zum mutmaßlichen Tod des Taliban-Anführers. (Symbolbild)

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Peshawar/Kabul – Einer der Anführer der radikalislamischen Taliban in Pakistan ist nach Angaben der Aufständischen bei Kämpfen mit Sicherheitskräften in Afghanistan getötet worden. Scheich Khalid Haqqani sei Ende Jänner ums Leben gekommen, erklärte die Gruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), deren stellvertretender Anführer Haqqani war.

Nach Angaben eines ranghohen Taliban-Vertreters in Pakistan war bei den Kämpfen im Nachbarland auch ein Vertrauter Haqqani getötet worden. Die Extremistengruppe kündigte an, sie werde die "Mission von Khalid Haqqani fortsetzen". Die Erklärung der TTP wurde am Freitag von dem auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen Site veröffentlicht.

Gegenseitige Beschuldigung

Die afghanischen Sicherheitskräfte äußerten sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zum mutmaßlichen Tod des Taliban-Anführers. Islamabad und Kabul beschuldigen sich seit langem gegenseitig, Aufständischen in den Grenzregionen Unterschlupf zu gewähren und immer wieder Angriffe auszuführen, die die regionale Stabilität gefährden. (APA, 8.2.2020)