Erst am Mittwoch gab es in der Provinz Van nach einer Lawine eine Rettungsaktion (siehe Bild), nun gerieten Menschen in einen Schneesturm.

Foto: AP/Yilmaz Sonmez

Istanbul – Im türkisch-iranischen Grenzgebiet sind nach Angaben von Menschenrechtlern 13 Migranten erfroren. Der Menschenrechtsverein der osttürkischen Provinz Van teilte in der Nacht auf Sonntag auf Twitter mit, die Migranten seien in einen Schneesturm geraten, nachdem sie die Grenze zum Iran überquert hätten. Sie seien nach Angaben von Familienmitgliedern in den Bergen des Bezirks Caldiran erfroren.

Der Provinzgouverneur Mehmet Emin Bilmez sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, man habe einen Hinweis erhalten, dass 13 Migranten nach einem illegalen Grenzübertritt ums Leben gekommen seien. Wegen des schlechten Wetters habe die Katastrophenschutzbehörde Afad aber zunächst nicht in das Gebiet vordringen können.

Die Nationalität der Migranten war zunächst unklar. Die Zeitung "Evrensel" berichtete, zehn Opfer seien aus Afghanistan und drei aus der syrischen Grenzstadt Kobane. (APA, 9.2.2020)