Bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester internationaler Film – in diesen vier Kategorien wurde der Film des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho bei den diesjährigen Academy Awards ausgezeichnet. Der bisherige Höhepunkt des Siegeszuges, den die sehr schwarze Komödie seit ihrer Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes zurückgelegt hat – wo ihr als erstem koreanischen Film überhaupt die Goldene Palme verliehen wurde.

Das sagen die Kritiker

Wer ist nun der Parasit?
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Quasi durchwegs positiv lesen sich die Kritiken zum Film. "Ein dringlicher, brillant vielschichtiger Blick auf aktuelle soziale Themen – 'Parasite' zeigt Drehbuchautor und Regisseur Bong Joon-ho auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens", so der Kritiker-Konsens auf der Filmplattform "Rotten Tomatoes".

"Der Film seziert die universelle Kluft zwischen Reich und Arm mit schockierendem Geist, brennender Aktualität und herzzerreißender Gewalt. Es ist auf jedem Level explosives Filmemachen", zeigt sich das Mazin "Rolling Stone" begeistert. "Brillant und zutiefst verstörend" findet die "New York Times" den Film.

Auch der "Zeit" hat der Film gefallen: "Der Film über eine Familie aus der Unterschicht, die eine Neureichenfamilie unterwandert, ist die Synthese der großen Themen und kulturellen und historischen Prägungen: messerscharf gezeichnete Klassenunterschiede, subversiver Klamauk, pittoreske Gewalt – vereint in einer eleganten Genre-Erzählung." Eine positive Kritik gibt es auch im STANDARD zu lesen: "Bong kostet den Witz seines Films mit der Souveränität eines Regisseurs aus, der in jeder Sekunde weiß, wie er die Schraube weiterdreht."

Was sagen Sie?

Hat der Film seine vielen Auszeichnungen zu Recht erhalten? Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Was nicht so sehr? Welche Szene fanden Sie besonders eindrucksvoll? Und wer ist nun der Parasit in der Geschichte? (aan, 11.2.2020)