25 Prozent aller Internetnutzer in der EU geben an, 2019 Phishing-Mails erhalten zu haben.

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36 Prozent aller Österreicher haben 2019 Sicherheitsrisiken beim Surfen im Internet festgestellt. Dies teilte Eurostat am Dienstag mit. Österreich liegt damit leicht über dem EU-Schnitt. Ein Drittel aller Internetnutzer in der EU im Alter von 16 bis 74 Jahren habe im vergangenen Jahr sicherheitsrelevante Vorfälle bei der privaten Nutzung des Webs beobachtet, so die Statistikbehörde.

Phishing weit verbreitet

25 Prozent gaben gegenüber Eurostat an, Phishing-Mails erhalten zu haben. Das Pharming, die Umleitung auf gefälschte Webseiten, auf denen persönliche Informationen abgefragt werden, wurde als zweithäufigstes Sicherheitsrisiko angegeben. Rund zwölf Prozent aller EU-Internetnutzer waren davon betroffen.

Auch in Österreich wurden diese beiden Praktiken als häufigste Bedrohungen angegeben. Mit 30 Prozent liegt auch hierzulande Phishing auf Platz eins und Pharming mit 14 Prozent auf Platz zwei. Jeweils zwei Prozent der Internetnutzer meldeten eine missbräuchliche Verwendung ihrer Bankkarte oder ihres E-Mail- bzw. Social-Media-Kontos.

Dänemark an erster Stelle

Die meisten Sicherheitsprobleme wurden laut der EU-Statistikbehörde 2019 in Dänemark beobachtet, wo die Hälfte aller Internetnutzer Vorfälle meldete. An zweiter Stelle liegt Frankreich mit 46 Prozent, darauf folgen Schweden mit 45 Prozent, Malta und die Niederlande (jeweils 42 Prozent), Finnland (41 Prozent) und Deutschland (40 Prozent). Am wenigsten sehen sich Internetnutzer in Litauen betroffen. Nur sieben Prozent gaben an, im vergangenen Jahr sicherheitsrelevante Vorfälle festgestellt zu haben. Im europäischen Vergleich geringe Werte gibt es auch in Polen mit neun Prozent, in Lettland mit zehn Prozent sowie in Bulgarien und Griechenland mit jeweils 13 Prozent.

Die EU-Kommission hat den 11. Februar zum "Safer Internet Day" erklärt. Mit der Initiative soll das Bewusstsein für Sicherheit im Internet gestärkt und ein verantwortungsvoller Umgang mit Online-Technologie und Mobiltelefonen bei Kindern und jungen Menschen gefördert werden. (APA, 11.2.2020)