Mensch oder Maschine, der Aktienkurs ist für beide entscheidend.

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Die Finanzkrise 2008 hat den Ruf der Aktienhändler weltweit beschädigt. Eine Studie der Universität von Indiana kommt ebenfalls nicht schmeichelhaft. Demnach erwiesen sich Robo-Analytiker in manchen Teilgebieten als bessere Aktienhändler als Menschen, berichtet der "Businessinsider".

Profitablere Kaufempfehlungen

Dafür wurden 76.568 Berichte von sieben Robo-Analyse-Unternehmen untersucht, die zwischen 2003 und 2018 veröffentlicht wurden. Damit sind Computerprogramme gemeint, denen von menschlichen Analysten assistiert wird.

Ihre Kaufempfehlungen erwiesen sich demnach als profitabler als jene der menschlichen Konkurrenz. Ihr Portfolio – also die Sammlung an Wertpapieren, die Kunden empfohlen wird – sei zudem ausgeglichener. Aufgrund der Automatisierung können die Computerprogramme ihre Portfolios auch öfter kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.

"Wertvolle" Alternative

Nicht überall können die Robo-Analytiker jedoch auftrumpfen: Bei Verkaufsempfehlungen finde sich kein Hinweis darauf, dass menschliche Aktienhändler hier hinterherhinken. Die Studienautoren kommen jedenfalls zu dem Schluss, dass Robo-Analytiker eine "wertvolle alternative Informationsquelle" seien. (red, 12.2.2020)