Archivaufnahme eines "Rage Against The Machine"-Konzerts im Jahr 2007

Foto: REUTERS/Lucas Jackson

Am Freitag startete um 12 Uhr der Kartenvorverkauf für das "Rage Against the Machine"-Konzert im September in der Wiener Stadthalle. Binnen weniger Minuten waren die Karten jedoch ausverkauft. Nun werden die Tickets zu stark überteuerten Preisen auf Ebay und Willhaben angeboten. Auf Twitter kritisieren Fans die Verkaufsstellen.

Bekanntes Problem

Die Karten wurden über Oeticket und Wien Ticket angeboten – auf letzterer Seite gab es aktuell noch Restkarten. Nutzer vermuten, dass professionelle Dealer die Karten in großem Stil automatisiert gekauft haben. Bei Oeticket schließt man einen automatisierten Kauf der Karten in großem Stil jedoch aus. Das sei aufgrund beschränkter Kartenkontingente pro Kauf nicht möglich, heißt es auf Anfrage des STANDARD. Allerdings würden Dealer zahlreiche Personen engagieren, die pro Vorgang die maximale Kartenanzahl kaufen und dann über andere Plattformen anbieten.

Gesetzlich sei das nicht verboten, das Problem habe man immer wieder. Nur beim Weiterverkauf zu deutlichen Wucherpreisen könne man von gewerbsmäßigem Betrug sprechen. Dagegen müsste jedoch der Veranstalter vorgehen, so ein PR-Verantwortlicher. Es gibt zwar die Möglichkeit, dass Karten personalisiert werden, um derartigem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben. Doch auch diese Entscheidung obliege dem Konzertveranstalter.

Auf Ebay werden die Karten zu überhöhten Preisen weiterverkauft.
Screenshot: Ebay

490 Euro für eine Karte

Während über Wien Ticket am Freitagnachmittag noch Restkarten ab 82 Euro angeboten wurden, sind die Preise auf Ebay und Willhaben deutlich höher. Ein Anbieter verlangt sogar 490 Euro, andere wollen um die 150 Euro. Bei Oeticket warnt man davor, Karten über solche Kanäle zu kaufen. Man könne nicht sicher sein, ob es sich nicht um gefälschte Tickets handelt. (br, 14.2.2020)