Sharp ist unter die Schutzmaskenhersteller gegangen.

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Eigentlich stellt Sharp in seiner Fabrik im japanischen Kameyama LC-Bildschirme her und baut dort auch Fernseher zusammen. Seit kurzer Zeit hat man die Produktion allerdings umgerüstet. In dem Werk laufen nun Schutzmasken vom Band, schreibt Associated Press.

Grund für die Änderung ist freilich das Coronavirus. Über 250 bestätigte Fälle der Covid-19-Erkrankung gibt es mittlerweile in Japan, die viertmeisten außerhalb von China. In dem Land war es zuvor schon üblich, mit Maske außer Haus zu gehen, wenn man gerade erkältet ist. Das Aufkommen des SARS-CoV-2-Virus hat die Nachfrage nach dem Schutzequipment noch einmal deutlich anziehen lassen. Das hat teilweise zu Versorgungsengpässen in Geschäften und Onlineshops und empfindlichen Preiserhöhungen geführt.

Bis zu 500.000 Masken pro Tag

Bis Ende des Monats soll die Produktion in Kameyama nun auf 150.000 Masken täglich gesteigert werden. In weiterer Folge soll sogar ein Volumen von 500.000 Stück pro Tag erreichbar sein. Das Fernsehwerk soll sich besonders aufgrund seiner hohen Hygienestandards gut für die Maskenherstellung eignen. Wie der Vertrieb der Masken laufen wird, ist noch nicht bekannt

Die WHO rät gesunden Personen nur zum Tragen einer Schutzmaske, wenn man sich etwa um eine Person kümmert, die unter dem Verdacht steht, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. Wer selbst Symptome zeigt, sollte ebenfalls eine Maske tragen, um Weiterverbreitung per Tröpfcheninfektion möglichst zu verhindern.

Dazu empfiehlt man auch regelmäßiges Händewaschen. Anleitungen zum gründlichen Säubern der Hände sind mittlerweile ein Renner auf Videoplattformen wie Youtube. (red, 02.03.2020)