Der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei soll den Iran mit Technologie unterstützt haben.

Der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei soll US-Technologie an den Iran weitergeleitet haben. Konkret hat die Nachrichtenagentur Reuters zwei Lieferlisten aus dem Dezember 2010 aufgespürt, die Serversoftware von unter anderem HP und Microsoft inkludieren. Ein weiteres Dokument aus Februar 2011 sagt aus, dass die Technologie "aktuell" nach Teheran geliefert werde.

Dies ist brisant, weil die USA den chinesischen Konzern bereits wegen Verstößen gegen US-Sanktionen gegen den Iran angeklagt hatten. Die Lieferlisten seien laut Reuters bisher der stärkste Beleg dafür. Huawei bestritt bisher die Vorwürfe und wollte auch zu den aufgetauchten Dokumenten keine Stellungnahme abgeben.

Spionagevorwürfe

Die Causa könnte auch einen anderen Konfliktherd anheizen. Die US-Regierung wirft Huawei eine zu große Nähe zur chinesischen Regierung und Spionage vor und fordert von den europäischen Verbündeten, sie sollten den weltgrößten Mobilfunkausrüster vom 5G-Netzaufbau ausschließen. Das Unternehmen und China haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen, die USA lieferten bisher auch keine Beweise in diesem Punkt. (red, 3.3.3020)