Die letzte Ebola-Patientin im Kongo: Semida Masika gibt Interviews nach ihrer Entlassung.

Foto: REUTERS/Erikas Mwisi Kambale

Kinshasa – Noch gibt es keine völlige Entwarnung, aber es ist eine gute Nachricht, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Kongo meldet. In Beni, im Osten des Landes, ist die letzte Ebola-Patientin, eine Frau namens Semida Masika, entlassen worden. Das Risiko weiterer Fälle ist damit noch nicht gebannt. Erst wenn es 42 Tage lang keine neuen Patienten gibt, gilt ein Ausbruch als beendet.

Trotzdem ist es ein Etappensieg für die WHO. Denn in der Demokratischen Republik Kongo erschwerten kämpferische Auseinandersetzung immer wieder die Arbeit der Ärzte. Die Seuche wütet seit Mitte 2018 im Osten des Landes. Mehr als 3.300 Menschen infizierten sich, mehr als 2.200 starben. Zuletzt wurde laut WHO am 17. Februar ein Ebola-Fall in der Provinz Nord-Kivu gemeldet.

Auf Videos, die die Organisation in den sozialen Medien verbreitete, waren singende und tanzende Pfleger zu sehen, die eine Frau aus dem Behandlungszentrum führten.

Vor einigen Jahren sorgte ein Ebola-Ausbruch in Sierra Leone, Liberia und Guinea für mehr als 10.000 Tote. Mit einer durchschnittlichen Sterblichkeitsrate von 50 Prozent gilt Ebola als eine der tödlichsten Viruserkrankungen. Zuletzt machten neue medizinische Fortschritte Hoffnung: Erstmals wurden in Testungen effektive Impfstoffe entwickelt. Die EU hat im Vorjahr einen davon zugelassen. (red, APA, 4.3.2020)