Tiktok gilt als der spirituelle Nachfolger der Videoplattform Vine.

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Wer viel auf Tiktok unterwegs ist, dürfte bereits eine neue Challenge mitbekommen haben, die aktuell Wellen schlägt: Die "Skullbreker"-Challenge, bei der es darum geht, eine Person denken zu lassen, man würde zu dritt in die Höhe springen. Dann, wenn die Person in der Mitte in der Luft ist, werden ihre Füße von den beiden anderen links und rechts von ihr gekickt, sodass sie auf den Boden fällt. In den USA wurden zwei Jugendliche deswegen bereits wegen schwerer Körperverletzung angezeigt, Ermittler warnen Eltern davor, ihre Kinder daran teilnehmen zu lassen, wie die "BBC" berichtet.

Tiktok: Verbot

Und nun hat sich auch Tiktok selbst zu Wort gemeldet. Das Unternehmen gibt an, Inhalte, die gefährliche Challenges darstellen, die zu einer Verletzung führen könnten; nicht zu erlauben. Konkret handle es sich um einen Verstoß gegen die Community-Richlinien – daher werden Videos solcher Challenges entfernt. "Niemand will, dass seine Freunde oder Familienmitglieder sich verletzen, während man ein Video zu einer Challenge oder einen Stunt dreht", heißt es. "Es ist nicht lustig – und da wir solche Inhalte entfernen, wird es dich auch nicht berühmt auf Tiktok machen." Nutzer werden dazu aufgefordert, derartige Inhalte zu melden.

Ende Februar hate eine Mutter auf sozialen Medien für Aufruhr gesorgt, als sie vor der Challenge warnte – ihre Tochter habe diese mit Freunden ausprobiert und liege nun mit einer Rückenmarksverletzung im Krankenhaus.

Nicht die erste gefährliche Challenge

Gefährliche Online-Challenges verbreiten sich immer wieder im Netz. So etwa im vergangenen Jahr die "Bird Box"-Challenge, bei der Nutzer sich die Augen zubinden und blind durch die Welt zu laufen. Ähnlich risikoreich war Anfang 2018 die "Tide Pod Challenge" – Nutzer forderten sich dazu auf, knallbunte Waschmittelkapseln zu essen.

Ursprünglich war die Challenge als Scherz gedacht, jedoch vermeldete die American Associaton of Poison Control im Jänner 2018 einen Anstieg an Fällen, bei denen Jugendliche sie tatsächlich zu sich nahmen. Zuvor erfreute sich die "Cinnamon Challenge" großer Beliebtheit – Nutzer schluckten einen Esslöffel Zimt, was dazu führte, dass manche aufgrund der damit entstehenden Erstickungsgefahr ins Koma fielen. (red, 6.3.2020)