Falafel-Rezepte gibt es vermutlich genauso viele wie Familien im Nahen Osten – und selbstverständlich ist jedes davon das "traditionelle" und "echte".

Ich habe mich schon mehrmals an Falafel versucht, und nie war das Ergebnis so, dass es in der "EssBar" herzeigbar gewesen wäre, geschweige denn, dass die Kichererbsenbällchen geschmeckt hätten. Das hatte einerseits mit meiner Scheu vorm Frittieren zu tun und andrerseits damit, dass ich es mit gekochten Kichererbsen versucht habe.

Wie fast immer, wenn etwas nicht gelingt, ist es gut, man lässt es einmal sein. Irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt, und alles fügt sich ganz wunderbar zusammen. Für mich hat sich die Zubereitung von Falafeln mit dem Videokochkurs auf 7Hauben von Haya Molcho erschlossen. Sie erklärt darin genau, was reingehört und wie es gemacht wird. Es war ganz einfach, ihr Rezept nachzukochen.

7Hauben

Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Noch effizienter lässt sich die Masse mit einem Falafel-Portionierer formen, und dann sehen die Falafeln auch richtig authentisch aus. Diesmal habe ich noch mit dem Eisportionierer gearbeitet und Kugeln geformt.

Zutaten für 30–40 Stück: 500 g getrocknete Kichererbsen, 1 EL Natron, 1 große Zwiebel oder 4–5 Jungzwiebeln, 35 g frischer Koriander, 30 g frische Petersilie, 2–3 Knoblauchzehen, ein kleines Stück Selleriestange mit Blättern, 1 EL gemahlener Kreuzkümmel, 1 EL gemahlener Koriander, 1 EL frisch gemahlener Pfeffer, 2 TL Salz, 1 TL Backpulver, 1 L Raps- oder Sonnenblumenöl.

Das Rezept als PDF zum Ausdrucken:

Die Kichererbsen mit der dreifachen Menge kaltem Wasser und dem Natron für mindestens acht Stunden einweichen. Noch besser ist, wenn sie über Nacht Zeit haben zum Quellen.

Foto: Helga Gartner

Die Petersilien- und die Korianderblätter von den Stielen zupfen, die Zwiebel, den Knoblauch und die Sellerie in grobe Stücke schneiden.

Foto: Helga Gartner

Die Kichererbsen abseihen und gemeinsam mit den Kräutern, Zwiebel und Sellerie faschieren.

Foto: Helga Gartner

Die Masse mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel- und Korianderpulver würzen, das Backpulver dazugeben und alles gut mit den Händen abmischen. Abschmecken und eventuell nachwürzen.

Foto: Helga Gartner

Aus der Masse mit einem Eis-Portionierer, zwei Esslöffeln ...

Foto: Helga Gartner

... oder mit den Händen gleichmäßige Kugeln formen.

Es gibt auch eigene Falafel-Portionierer, damit werden die Stücke gleich groß.

Foto: Helga Gartner

Das Öl in einem großen Topf auf circa 170 Grad erhitzen und portionsweise frittieren.

Foto: Helga Gartner

Die goldbraunen Falafeln auf einem Stück Küchenrolle abtropfen lassen.

Foto: Helga Gartner

Frisch schmecken die Falafeln am besten. Sie passen gut zu Tahina, Hummus, gebratenem Gemüse und Pitabrot. (Helga Gartner, 11.3.2020)


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Foto: Helga Gartner