Infineon bekommt recht.

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Die US-Genehmigungsbehörde CFIUS hat der Übernahme von Cypress Semiconductor durch Infineon zugestimmt. Das Komitee für Ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) habe keine Bedenken bezüglich der nationalen Sicherheit, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Infineon bestätigte die Genehmigung.

Die Finanzagentur Bloomberg hatte am Donnerstag unter Berufung auf Insider berichtet, CFIUS werde wegen entsprechender Bedenken Präsident Donald Trump empfehlen, den Plan des deutschen Chipherstellers abzulehnen. Die Cypress-Aktie stieg am Montag im nachbörslichen Handel um etwa 45 Prozent.

Hintergrund

Der US-Konzern stellt unter anderem Halbleiter für selbstfahrende Autos her. Infineon will mit dem Zukauf in die Riege der zehn weltgrößten Chiphersteller aufsteigen. Nach der Ankündigung des geplanten Geschäfts mit einem Volumen von etwa neun Milliarden Euro im Sommer hatte Infineon erklärt, man rechne nicht mit Widerstand der Behörden.

In Österreich ist Infineon mit Chip-Produktion sowie Forschung und Entwicklung vertreten. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 arbeiteten bei Infineon Austria 4.600 Menschen. Villach ist das Österreich-Headquarter für den deutschen börsennotierten Infineon-Konzern. (Reuters, 10.03.2020)