Die Chancen des selbsternannten "demokratischen Sozialisten" auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten schwinden.

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Washington – Der US-Demokrat Bernie Sanders will trotz seiner Schlappen bei den Vorwahlen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bleiben. Sanders sagte am Mittwoch, dass er sich auf das TV-Duell mit seinem Konkurrenten Joe Biden am Sonntag freue.

Dann könnten die US-Bürger sehen, wer der beste Kandidat sei, um bei der Präsidentschaftswahl im November Amtsinhaber Donald Trump zu besiegen. Er räumte zwar ein, hinter dem Ex-Vizepräsidenten zurückgefallen zu sein. An seinem Ziel, Trump im November zu schlagen, wolle er jedoch festhalten. Zuletzt war der Druck auf den linksgerichteten Politiker gestiegen, aus dem Kandidatenrennen auszusteigen, damit sich Biden auf die eigentliche Auseinandersetzung mit Trump konzentrieren kann.

Schlappe für Sanders bei zweitem Super Tuesday

Am Dienstag fanden in sechs Bundesstaaten Vorwahlen statt. Biden konnte die Abstimmungen in Idaho, Mississippi und Missouri für sich entscheiden. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten liegt Biden nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen auch in Michigan klar vorn. Damit hat der 77-Jährige wohl einen entscheidenden Sieg über Sanders errungen.

Das Ergebnis in Michigan gilt als entscheidend, da dieser Staat von allen sechs Bundesstaaten mit 125 die meisten Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten stellt. Für Sanders ist die Niederlage hier besonders bitter, denn bei den Vorwahlen der Demokraten vor vier Jahren konnte er sich hier noch durchsetzen.

Sanders konnte sich am Dienstag laut Prognosen in North Dakota durchsetzen. Im Bundesstaat Washington stand der Sieger zunächst nicht fest. Bereits am Super Tuesday vergangene Woche war Sanders Biden unterlegen. (red, Reuters, 12.3.2020)