Mikel Arteta leidet an Covid-19.

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London – Mikel Arteta, Trainer des Premier-League-Klubs FC Arsenal, und der englische Nationalspieler Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea sind positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Bei Arsenal werden nun der gesamte Trainerstab und der Profikader in Quarantäne geschickt, kündigte der Verein an. Das Gleiche gilt für Chelsea. Teile der Trainingszentren werden vorübergehend geschlossen und sollen desinfiziert werden.

"Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird", wurde Arteta zitiert.

Premier-League-Notfallsitzung

Nach Bekanntwerden von Artetas Erkrankung berief die Premier League für Freitagmorgen eine Notfallsitzung ein. Dabei scheint es unvermeidlich, dass der kommende Spieltag abgesagt wird. Wenige Stunden zuvor hatte die Liga noch festgehalten, dass der Spieltag am Wochenende trotz der Corona-Pandemie und der Warnungen zahlreicher Experten stattfinden soll. Etwa eine Stunde später gab Arsenal Artetas Diagnose bekannt.

Arsenal erklärte weiterhin, die kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen. "Die Gesundheit unserer Leute und der breiteren Öffentlichkeit ist unsere Priorität. Unsere Gedanken sind bei Mikel", wurde Managing Director Vinai Venkatesham zitiert. Auch Callum gehe es trotz der Erkrankung gut, teilte Chelsea mit, er freue sich, so bald wie möglich auf den Trainingsplatz zurückkehren zu können.

Kontakt zu Olympiakos

Arsenals für Mittwoch angesetztes Nachtragsmatch gegen Manchester City war bisher das einzige der Premier League, das wegen Corona verschoben wurde. Einige Arsenal-Spieler hatten mit Olympiakos-Piräus-Präsident Evangelos Marinakis Kontakt gehabt, der Grieche hatte bereits am Dienstag bekanntgegeben, dass ihn der Virus "besucht habe".

Artetas positiver Test dürfte nun den Kurs der gesamten Liga ändern – schon in der US-Basketballliga NBA führte der erste positive Test eines Spielers zu der vorerst auf mindestens 30 Tage festgelegten Unterbrechung des gesamten Spielbetriebs. (red, sid, 13.3.2020)