Champions und Europa League pausieren.

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Nyon – Was am Donnerstagabend bereits erwartet wurde, ist am Freitag zur Gewissheit geworden. Die 0:5-Aufholjagd des LASK im Achtelfinal-Rückspiel bei Manchester United am kommenden Donnerstag wird nicht stattfinden. Europas Fußballverband UEFA setzte den Spielbetrieb in Champions League und Europa League wegen der Coronavirus-Krise am Freitag vorerst aus.

Der Wunsch von LASK-Coach Valerien Ismael wurde wenige Stunden somit erhört. "Bitte seid konsequent und macht nicht so ein Herumgeeier", hatte der Franzose in der Pressekonferenz nach dem Spiel in Richtung UEFA gefordert. Die handelte am Freitag. "Angesichts der Entwicklungen aufgrund der Verbreitung von Covid-19 in Europa und der damit verbundenen Entscheidungen der verschiedenen Regierungen werden die für nächste Woche angesetzten Spiele aller Vereinswettbewerbe verschoben", teilte sie mit. Die für den 20. März geplante Europacup-Auslosung wurde ebenfalls verschoben, auch das Youth-League-Viertelfinale von Salzburgs U19 gegen Lyon am Dienstag ist betroffen.

Wie der LASK mitteilte, werde der Verein den Trainingsbetrieb bis Dienstagnachmittag aussetzen. Sämtliche Beteiligten stünden in dieser Zeit nicht für Interviews zur Verfügung. "Nun gilt es für uns runterzukommen und abzuwarten, welche Entscheidungen vonseiten der Bundesregierung getroffen werden. Erst wenn alle Fakten am Tisch sind, können wir über das weitere Vorgehen entscheiden", sagte Ismael in einer Aussendung des LASK. Die Oberösterreicher schließen ab Montag bis auf weiteres auch ihre Geschäftsstelle bzw. satteln auf Homeoffice um.

Covid-19 erklärt.
DER STANDARD

Verschiebung der EM rückt näher

Mit der Entscheidung der UEFA rückt auch die Verlegung der Fußball-Europameisterschaft (12. Juni bis 12. Juli) immer näher. Neben Österreich hatten schon zuvor zahlreiche Länder wie Spanien, Italien, Frankreich, die Niederlande oder Portugal ihren Spielbetrieb ausgesetzt, so dass ein geregelter Saisonabschluss in diesen Ligen nicht mehr möglich ist. Am Freitag zog u.a. auch Englands Premier League nach.

Bei der UEFA ist für den kommenden Dienstag eine Krisensitzung per Videokonferenz mit allen 55 Mitgliedsverbänden geplant. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gilt die Verschiebung des paneuropäischen Turniers in den Sommer 2021 inzwischen als erste Option. Den großen Ligen des Kontinents würde das nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie dringend benötigte Zeit verschaffen. (APA, 13.3.2020)