Bei AT&S ist man derzeit besonders vorsichtig – aus Erfahrung.

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Um das Virus Covid-19 einzudämmen, sollten Maßnahmen rasch und konsequent ergriffen werden. Das zeige die eigene Erfahrung aus China, heißt es in einer Mitteilung des Leiterplattenherstellers AT&S. "Die drei AT&S-Werke in Shanghai bzw. Chongqing laufen seit einigen Tagen wieder im Vollbetrieb und produzieren bis auf kurze Unterbrechungen kontinuierlich", teilte das Unternehmen mit.

Maskenpflicht

In Österreich wurden von AT&S inzwischen auf Basis der Erfahrungen in China eine Maskenpflicht am Betriebsgelände eingeführt, Home Office ausgeweitet, der Kantinenbetrieb eingeschränkt und die Dienstreisetätigkeit gestoppt. AT&S-Kommunikationschef Gerald Reischl würde allen Österreichern empfehlen, am Arbeitsplatz Masken zu tragen. Wobei AT&S auf hochwertigen Masken mit Ventilen setze. Von den 1.365 Mitarbeitern an den Standorten Leoben und Fehring sind 620 "White Colour", also Büromitarbeiter, von diesen ist die Hälfte in Home Office. Für jede Abteilung gibt es zwei Teams, die einander nicht treffen und abwechselnd jeweils eine Woche in Home Office gehen.

Wie in China wird auch in den österreichischen Kantinen der Menüplan geändert, statt Buffet wird Essen ausgeteilt, beim Essen dürfen die Mitarbeiter nicht eng nebeneinandersitzen. Selbst bei Rauchpausen wird auf Abstand geachtet. In der Produktion stehen Maschinen in der Regel nicht zu eng nebeneinander, sodass es zu keiner Gefährdung kommt.

Ablauf

Bei AT&S geht man derzeit davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen für zumindest ein bis zwei Monate aufrechterhalten bleiben, um – so wie auch in China – eine nachhaltige Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus sicherzustellen und den laufenden Betrieb garantieren zu können. In China seien alle drei AT&S-Werke in Shanghai und Chongqing in Vollbetrieb, die Zahl der Mitarbeiter wieder auf Normalniveau.

"Nur mit strikten Maßnahmen wie in China können wir das Virus eindämmen", schließt Reischl aus der Erfahrung in China. (APA, 16.03.2020)