Alexei Sorokin (re.) signalisiert Bereitschaft, mehr als nur den ursprünglich geplanten Bruchteil der EM auszutragen.

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Moskau – In der Diskussion über eine Durchführung der EM 2020 hat Russland der Uefa seine Hilfe als potenzieller Gastgeber angeboten – und damit eine neue Perspektive ermöglicht. "Natürlich sind wird bereit. Wir müssen aber zuerst diskutieren, wie das Format aussehen könnte, wie viele Spiele stattfinden würden und so weiter", sagte Alexej Sorokin, Chef des Organisationskomitees für die WM 2018, russischen Medien.

Sorokin bekräftigte, dass die Austragung der EM in Russland "von der Uefa evaluiert werden muss". Dass die Uefa, die am Dienstag bei einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen berät, am bisherigen Termin (12. Juni bis 12. Juli) festhält, ist angesichts der Corona-Pandemie allerdings unrealistisch. Viel wahrscheinlicher als die lokale scheint die zeitliche Verschiebung in den Dezember oder in den Sommer 2021.

Wartet Uefa ab?

Nach sid-Informationen besteht auch die Möglichkeit, dass die Uefa am Dienstag zunächst nur die Ausführung in zwölf Ländern im angedachten Zeitraum absagt, die Entwicklung der Pandemie abwartet und dann über Alternativen entscheidet.

"Wir werden natürlich darauf achten, was die Uefa entscheiden wird. Aber Russland hat viel Erfahrung in der Austragung von Großereignissen", sagte Vizepremierminister Dmitri Tschernyschenko. Sportminister Oleg Matyzin versicherte: "Wir sind bereit, alle Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten." (sid, 16.3.2020)