Der Ausbruch des Coronavirus sorgt dafür, dass in Österreich und ganz Europa gerade Millionen Menschen zu Hause bleiben sollen. Das österreichische Außenministerium rät von allen Auslandsreisen ab, und auch innerhalb des Landes gelten Einschränkungen. Der Appell lautet: Daheim bleiben. Wenn die eigenen vier Wände zu eng werden und die Sehnsucht nach der großen weiten Welt Sie packt, helfen diese Filme.

Ein kleines Mädchen mit einem großen Traum ist das Herzstück dieses Roadmovies. Olive (Abigail Breslin) träumt davon, den Schönheitswettbewerb "Little Miss Sunshine" zu gewinnen. Obwohl sie nicht in das Bild der übrigen Teilnehmerinnen passt, macht sich ihre schrullige Familie (unter anderen Greg Kinnear) mit ihr auf den Weg nach Kalifornien. Eine tragisch-komische Geschichte über dysfunktionale Familien, die Wendungen des Lebens und einen sehr alten VW-Bus. ("Little Miss Sunshine", Regie: Valerie Faris, Jonathan Dayton, USA 2006)

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Nicht die umstrittene politische Person Che Guevara steht im Mittelpunkt dieses Films, sondern der 23-jährige Medizinstudent Ernesto (Gael García Bernal), der sich mit seinem besten Freund (Rodrigo de la Serna) per Motorrad zu einer Reise durch Südamerika aufmacht. Die Begegnungen mit seinen Landsleuten unterwegs machen ihn nach und nach zu dem Mann, der schließlich in Kuba zum wohl berühmtesten Revolutionär seiner Zeit wird. ("Die Reise des jungen Che", Regie: Walter Salles, USA 2004)

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In Wes Andersons turbulenter Komödie begeben sich drei ungleiche Brüder (Owen Wilson, Adrien Brody und Jason Schwartzman) auf eine Zugfahrt quer durch Indien. Nach dem Tod ihres Vaters haben sie sich entfremdet, die Reise soll sie wieder zusammenschweißen. Dabei läuft alles anders als geplant. ("Darjeeling Limited," Regie: Wes Anderson, USA 2007)

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Der am Tourette-Syndrom leidende Vincent (Florian David Fitz, schrieb auch das Originaldrehbuch) landet nach dem Tod seiner Mutter in einer Klinik für psychisch Kranke. Dort trifft er die Magersüchtige Marie (Karoline Herfurth) und den Zwangsneurotiker Alexander (Johannes Allmayer). Gemeinsam brechen sie aus der Klinik aus und machen sich in einem gestohlenen Auto auf Richtung Italien. ("Vincent will Meer", Regie: Ralf Huettner, Deutschland 2010)

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Fünf Städte, fünf Taxifahrten und fünf teils skurrile, teils komische, allesamt berührende Begegnungen. Aus diesen Zutaten hat Jim Jarmusch einen Klassiker geschaffen. Filmgrößen wie Winona Ryder und Roberto Benigni kurven durch nächtliche Großstädte. Eine Ode ans Unterwegssein und die Begegnungen, die man dabei macht. ("Night on Earth", Regie: Jim Jarmusch, USA 1991)

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Zwei halbstarke Außenseiter (Tristan Göbel, Anand Batbileg) versuchen mit einem gestohlenen Lada Niva von Berlin in die Walachei zu gelangen. Unterwegs treffen sie auf andere Ausreißer, skurrile Gestalten und die erste Liebe. Auf einem Jugendroman von Wolfgang Herrndorf basierend, ist dieser rasante und dennoch feinfühlige Film nicht nur für ein junges Publikum geeignet. ("Tschick", Regie: Fatih Akin, Deutschland 2016) (Antonia Rauth, 22.3.2020)

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