Venetiens Präsident will alle Maßnahmen zur Überwachung der Ausgangssperre ergreifen.

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Der Präsident der norditalienischen Region Venetien hat sich für die Bewegungsverfolgung der Handys ausgesprochen, um Verstöße gegen die landesweit verhängte Ausgangssperre zu bekämpfen. "Das wäre meiner Ansicht nach eine optimale Lösung", sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia, im Interview mit dem Radiosender "Radio 24".

"Das Problem ist, dass wir ein Land sind, in dem man immer wieder von Einschränkungen der Privatsphäre und der persönlichen Freiheit spricht. Doch wir befinden uns in einem Notstand. Man braucht eine Verordnung, die uns befugt, diese Maßnahmen zu ergreifen", sagte Zaia, ein Politiker der rechten Lega.

Tests für alle werden geprüft

Venetien überprüft bereits die Möglichkeit, alle Bürger Abstrichen für Tests zu unterziehen. Die Region sei bereit, tausende Bürger Kontrollen zu unterziehen, sagte Zaia. In Venetien wurden 80 Todesopfer und 2.700 Infizierte gemeldet.

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien wächst weiter, allerdings weniger schnell als in den vergangenen Tagen. Bis Dienstag wurden 2.503 Todesfälle gemeldet, das sind 345 mehr als am Montag. Am Montag war die Zahl der Todesopfer noch um 349 Personen gegenüber dem Vortag gestiegen. (APA, 18.03.2020)