Kritik an Amazon.

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Frankreichs Wirtschaftsminister hat den US-Versandhändler Amazon für seinen Umgang mit Mitarbeitern in der Corona-Krise scharf kritisiert. "Dieser Druck ist inakzeptabel, und wir werden es Amazon wissen lassen", sagte Bruno Le Maire am Donnerstag dem Sender France Inter.

Er reagierte damit auf Klagen von Mitarbeitern und Gewerkschaftern. Diese monierten, dass Amazon den Mitarbeitern in den Lagern mit Verdienstausfall drohe, wenn diese aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu Hause blieben. Sie warfen dem Unternehmen zudem fehlende Schutzmaßnahmen vor.

Buchhandlungen

Le Maire stellte außerdem in Aussicht, dass Buchhandlungen künftig unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen könnten. Diese hatten darüber geklagt, in Zeiten der Ausgangssperre noch stärker unter dem Versandriesen zu leiden als sonst. Er sehe nicht, warum Amazon diesen Markt komplett übernehmen sollte, sagte Le Maire. "Ich schlage vor, dass Regeln aufgestellt werden, die es den Buchhändlern erlauben, wieder zu öffnen, damit es kein Ort ist, an dem man umherwandert und sich lange aufhält."

Amazon hatte auf die Vorwürfe der Gewerkschaften und Mitarbeiter am Mittwoch reagiert. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter betrachte das Unternehmen als oberste Priorität, zitierten mehrere Medien eine Mitteilung des US-Giganten. Man halte sich strikt an die Empfehlungen und Richtlinien der Regierung. (APA, 19.03.2020)