Fast alle Handyhersteller bieten bereits 5G-Geräte an.

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Die Telekombehörde RTR verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Versteigerung weiterer 5G-Frequenzen. "Die Auktion wird aufgrund der aktuellen Situation und der von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen nicht wie geplant im April stattfinden", heißt es dazu seitens der RTR zum STANDARD. Die Auktion werde nachgeholt, sobald "eine ordnungsgemäße Durchführung" möglich ist.

Damit gerät der 5G-Ausbau in Österreich ins Stocken, da die Mobilfunker ihre Netze nicht mehr ausbauen können. Die Versteigerung sollte dem Staat mindestens 239,3 Millionen Euro bringen und die Internetversorgung in ländlichen Gebieten stark verbessern.

Nur in ausgewählten Städten und Gemeinden

Zwar wurden schon im vergangenen Jahr 5G-Mobilfunkfrequenzen vergeben, damit versorgen Telekomanbieter wie A1, Magenta und "3" allerdings nur ausgewählte Städte und Gemeinden. Von einem großen 5G-Netz kann derzeit keine Rede sein. Die Netze können aber bereits genutzt werden, da die Betreiber Tarife, Handys und Router anbieten.

Hilfreich

Der neue Mobilfunkstandard könnte in diesen Zeiten hilfreich sein. 5G verspricht nämlich viele Verbesserungen gegenüber älteren Technologien. Da wären einmal Internetgeschwindigkeiten, mit denen sich ein Film binnen weniger Sekunden herunterladen lässt. Oder so kurze Reaktionszeiten, dass sich Industriemaschinen oder medizinische Geräte aus der Ferne steuern lassen. Dazu kommt ein Ende der Kapazitätsengpässe für Netzbetreiber. So könnte 5G das Arbeiten im Homeoffice erleichtern. (Markus Sulzbacher, 26.3.2020)