Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen und Betriebsschließungen aufgrund der Corona-Krise haben Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten. Vom 15. bis 24. März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich um rund 153.100 Personen gestiegen, bestätigte das Arbeitsmarktservice am Mittwoch.

Jeder Zehnte gab in einer aktuellen Umfrage an, wegen der Corona-Krise gekündigt worden zu sein. Circa ein Drittel der Befragten sorgt sich, bald den Job zu verlieren.
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Eine aktuelle Umfrage der Jobplattform Stepstone deutet nun darauf hin, dass jeder Zehnte hierzulande bereits wegen der Corona-Krise gekündigt wurde. Circa ein Drittel der Befragten gab an, Angst zu haben, demnächst den Job zu verlieren. Befragt wurden rund 3.500 Arbeitnehmer und Arbeitssuchende in Österreich.

Von den Auswirkungen auf das tägliche Arbeitsleben sind die meisten Umfrageteilnehmenden betroffen: Mehr als jedes vierte Unternehmen ist demnach ganz oder zeitweise geschlossen, in jedem fünften Unternehmen kommt es zu Kurzarbeit, heißt es in der Befragung. 16 Prozent aller Befragten berichten von Kündigungswellen im Unternehmen.

Stress und Sorgen

Neben Kündigungen und Kurzarbeit wird knapp jeder Fünfte auch dazu gedrängt, aufgesparte Urlaubstage oder Zeitausgleich zu nehmen. Ein Drittel aller untersuchten Unternehmen verschiebt Projekte oder Investitionen, was laut den Umfrageteilnehmenden zu "Stress und Frustration" führe. Viele seien verzweifelt, eine befragte Person schreibt: "Keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Der Arbeitgeber lässt mich hängen." Besonders unangenehm sei die Situation für jene, die Kinder haben, heißt es in der Aussendung. "Der Urlaub ist aufgebraucht und steht in den Ferien nicht mehr für die Kinderbetreuung zur Verfügung", gibt ein Teilnehmer an.

Zudem berichten Befragte von unbezahlten Überstunden, mentaler Belastung und ungleicher Behandlung. Und viele machen sich Sorgen, zeigt die Umfrage: 85 Prozent aller Befragten sorgen sich wegen des Virus, die Hälfte hat Angst, dass sich das Virus negativ auf den Unternehmenserfolg auswirkt. Und knapp ein Drittel befürchtet, sich selbst am Arbeitsplatz anzustecken. (red, 26.3.2020)