Apple ließ alle Stores weltweit vorerst bis zum 27. März schließen. Jetzt sagen Insider, dass auch der Marktstart des iPhone 12 verschoben werden könnte.

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Auch Apple muss einige seiner Vorhaben an die derzeitige Coronavirus-Lage anpassen. So wurden alle Apple-Stores weltweit, außer in China, vorerst bis zum 27. März geschlossen, und das günstigere iPhone 9 soll auf unbestimmte Zeit verschoben worden sein.

Doch Beobachter gingen von keinen Verzögerungen beim iPhone 12 für 2020 aus. Der geplante Veröffentlichungstermin wäre der September, doch "Heise" berichtet über Informationen des Wirtschaftsdiensts Nikkei Asian Review, die anderes vermuten lassen.

Mögliche Verschiebung um "Monate"

So soll der Start des ersten 5G unterstützenden iPhones um "Monate" verschoben werden. Informierte Quellen sollen Nikkei berichtet haben, dass der Konzern sich auf eine solche Maßnahme vorbereite. Dafür gebe es zwei Gründe: Obwohl sich in China langsam wieder alles normalisiert, sind Lieferketten der anderen Weltregionen noch länger nicht im Normalbetrieb. Weiters befürchte man eine "signifikant geringere" Nachfrage aufgrund der Sars-CoV-2-Situation, so die Insider.

Auch die Reiseeinschränkungen zwischen den USA, China und anderen Ländern sollen die Produktion beeinträchtigen, wodurch Apples Zeitplan ins Wanken gerate. Normalerweise müsse es Ende März einen Produktionsprototyp geben, der bis Mai fertig ist, um rechtzeitig mit der Massenfertigung starten zu können.

Komponentenlieferanten zuversichtlich

Eine endgültige Entscheidung für eine Verschiebung sei aber noch nicht gefallen. Apples Komponentenlieferanten hätten noch keine Informationen über eine Verschiebung erhalten. Sie selbst gäben "jetzt noch nicht auf" und meinten, man könne "alle Probleme lösen", erklärten die Zulieferer gegenüber Nikkei.

Der September-Start sei somit "nicht vollständig vom Tisch". Den Launch des iPhone 12 auf 2021 zu verschieben sei "das Worst-Case-Szenario". Apple wollte den Bericht nicht kommentieren. (emko, 26.3.2020)