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Zwar sind in Österreich die Restaurants geschlossen, Essen kann aber weiterhin über Lieferdienste bestellt werden. Das klappt auch tadellos, Zusteller gehören trotz Ausgangsbeschränkungen weiterhin zum Stadtbild. Allerdings sind die Bestellungen auch in den vergangenen Tagen nicht stark angestiegen. Schon vor wenigen Tagen machte der Lieferservice Mjam darauf aufmerksam. "Die Restaurants sind aktuell weit davon entfernt, genug Bestellungen zu verzeichnen, dass sie davon überleben können", sagt Charlotte Noir von Mjam zum STANDARD. Vor allem für die "Familien- und Inhabergeführten Restaurants und Gastronomen ist die Lage sehr ernst." Die genaue Zahl der Bestellungen wollte das Unternehmen nicht sagen.

Selber kochen

Beim Mjam wird vermutet, dass viele Kunden sich mit Lebensmittel eingedeckt haben und gerade viel selber kochen. Durch vermehrtes Home Office haben mehr Menschen auch die Zeit das zu tun. "Das ist zwar auf der einen Seite schön, stellt die Restaurantbetreiber jedoch vor erhebliche Probleme, weil ihnen der Umsatz fehlt", so Charlotte Noir.

Online-Shopping boomt

Neben den Essens-Zustellern, sind auch andere Zusteller unterwegs. Die Post oder Amazon liefern weiterhin aus. Der Online-Handel nimmt eine ganz zentrale Versorgungsfunktion ein. Wer nicht mehr in Geschäfte gehen möchte oder kann, weil diese aufgrund der aktuellen Lage geschlossen sind, kann sich im Online-Handel mit jenen Dingen versorgen, die er benötigt. Händler und Lieferanten bieten eine Zustellung ohne Kundenkontakt an, bei der online bezahlte Ware nach dem Klingeln an der Haustür abgestellt wird. So kann eine Versorgung mit Waren gewährleistet bleiben und die Verbraucher sind einem geringeren Risiko ausgesetzt als wenn sie in den Supermarkt oder in ein Ladengeschäft gingen. (sum, 5.4. 2020)