In Österreich haben 90 Prozent der Druckereien ihre Mitarbeiter für Kurzarbeit angemeldet.

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Wien – 90 Prozent der Druckereien in Österreich haben für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet, 42 Prozent haben um Förderungen angesucht, 10 Prozent haben Mitarbeiter gekündigt. Das hat der Verband Druck & Medientechnik in einer Online-Mitgliederbefragung herausgefunden. In 60 Prozent der Unternehmen der Branche arbeiten demnach Mitarbeiter im Homeoffice.

"Zum Großteil handelt es sich dabei um Vertrieb und Marketing. Mitarbeiter aus der Produktion können ihre Arbeit nicht von Zuhause aus erledigen", sagt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Branchenverbandes, laut Mitteilung vom Mittwoch. Mehr als 50 Prozent der Beschäftigten in den Druckereien seien in der Produktion tätig.

Obwohl die Druckereien ihren Betrieb nicht eingestellt hätten, weil sie auch Verpackungen für Lebensmittel, Medikamente, Kosmetikprodukte, Waschmittel, Zeitungen, Magazine und Bücher herstellen, haben fast 90 Prozent nach eigenen Angaben Umsatzrückgänge erlitten. 42 Prozent der befragten Unternehmen büßten demnach im März mehr als die Hälfte ihres Umsatzes ein, ein weiteres Drittel verlor bis zu 80 Prozent des Umsatzes. 14 Prozent hatten schon im März nahezu einen Totalausfall. An der Befragung haben 38,5 Prozent der mehr als 200 Verbandsmitglieder teilgenommen. (APA, 15.4.2020)