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Zalando macht eine Rückkehr der Shoppinglaune nach einem Einbruch zu Beginn der Coronavirus-Pandemie aus. "Auf Jahressicht sind wir in den ersten beiden Aprilwochen wieder gewachsen", sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter am Donnerstag zu Journalisten. Das sei schneller gegangen als erwartet. Deswegen blicke man zuversichtlich auf das laufende Quartal.

Im ersten Vierteljahr verhagelte die Coronavirus-Pandemie den Berlinern hingegen die Bilanz. "Es war das schlimmste Quartal seit unserem Börsengang", sagte Ritter und kündigte ein Sparprogramm im Umfang von 350 Mio. Euro an. Mitarbeiter will Europas größter Online-Modehändler, der in 17 Ländern aktiv ist, dabei nicht entlassen.

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Vorläufigen Zahlen zufolge ist der Umsatz im ersten Quartal um maximal 11,6 Prozent auf 1,54 Mrd. Euro geklettert. Im Jänner und Februar sei das Wachstum noch stark gewesen und dann im März in Folge der Ausgangssperren eingebrochen. Kunden hätten ihr Geld zusammengehalten. Zudem fehlten die Anlässe wie Hochzeiten oder Arbeitsveranstaltungen, für die neue Kleidung gekauft werden müsse. Auch Schuhe seien weniger verkauft worden, sagte Ritter, während Freizeit- und Sportmode weiterhin nachgefragt werde.

Im Vorjahresquartal hatte es noch zu einem Plus von rund 15 Prozent gereicht. Beim bereinigten Betriebsergebnis (Ebit) rutschte Zalando in die roten Zahlen und geht nun von einem Minus zwischen 90 und 110 Mio. Euro aus. Darin enthalten sind Sonderabschreibungen in Höhe von 40 Mio. Euro auf den Warenbestand. Die exakten Zahlen will Zalando am 7. Mai veröffentlichen. Wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Krise hatte das Unternehmen, das inzwischen auf 32 Millionen Kunden kommt, Ende März bereits die Jahresprognose gekappt.

Um den Nachfragerückgang abzufedern, setzt Zalando das größte Sparpaket in der Firmengeschichte auf. Marketing und allgemeine Kosten sollen um 250 Mio. Euro reduziert werden und Investitionen um 100 Mio. Euro. Trotzdem will das im Mittelwerteindex MDax notierte Unternehmen an seinen ursprünglichen Plänen festhalten und sein Luxussegment ausbauen und auch Second-Hand-Ware ins Sortiment aufnehmen. Zudem wird in die Erweiterung der Plattform um weitere Modemarken und Einzelhändler investiert. "Es ist eine kritische Zeit", sagte Ritter. Die Saisonkleidung müsse jetzt verkauft werden und das gehe momentan fast nur online. "Die Marken suchen nach Nachfrage und wir können sie ihnen geben." Es würden viele Gespräche geführt, sagte Ritter und ließ offen, ob sich bereits neue Marken für die Plattform entschieden haben. (APA, 16.04.2020)