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Seit 2015 mischen sie den Mobilfunkmarkt in Österreich auf. Weit über eine Million Kunden konnten Diskonter wie Hot oder Spusu mit ihren niedrigen Tarifen gewinnen und sind weiter auf Wachstumskurs.

Wertsicherung

Die großen Handynetzbetreiber tun sich sehr schwer mit der Billigkonkurrenz und setzen auf ein bewährtes Mittel, um die Ausfälle zu kompensieren: Sie erhöhen die Preise für Bestandskunden. Laut LTE-Forum ist es bei A1, Magenta und "3" nun wieder so weit. Bei A1 und Magenta werden die Preise um 1,5 Prozent erhöht, bei "3" sind es 3,58 Prozent – nachdem im Vorjahr keine Erhöhung stattfand. A1 verteuert auch die Preise für Zusatzpakete und die jährliche Servicepauschale. Argumentiert wird die Wertsicherung der Tarife durch die jährliche Anpassung an die Inflationsrate mit allgemein steigenden Kosten.

Grund für einen Wechsel

Für viele Konsumenten sind diese Preiserhöhungen ein guter Grund, zu den Diskontern zu wechseln. Dort werden Tarife ab 4,90 oder 9,90 Euro pro Monat angeboten und mit dem Versprechen geworben, dass es keine Preiserhöhungen geben wird.

Dazu kommt, dass A1 und "3" mit ihren Billigmarken Yesss und Lidl Connect sich mit günstigen Tarifen derzeit überbieten und so dafür sorgen, dass auch Hot seine Tarife verbessert. Bei A1 und "3" gilt, besser, unsere Diskonter haben die Kunden, als ein anderer Betreiber. Es sind weiterhin gute Zeiten für Mobilfunknutzer. Wer sich darum kümmert, kann günstig telefonieren oder im Netz surfen. (Markus Sulzbacher, 17.4.2020)