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Der US-Telekomriese Verizon will vom Boom der Videokonferenzen in der Corona-Krise profitieren und kauft den Anbieter Bluejeans. Das von vielen großen Firmen genutzte Service solle mit den anderen Verizon-Angeboten zusammengeführt werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Nach Informationen des Senders CNBC liegt er bei 400 Millionen Dollar (rund 366 Millionen Euro).

Nutzung von Videokonferenzen drastisch zugenommen

Mit Heimarbeit in vielen Ländern hat in den vergangenen Wochen die Nutzung von Videokonferenzen drastisch zugenommen. Dabei bekam der Bluejeans-Konkurrent Zoom die meiste Aufmerksamkeit. Zum einen, weil plötzlich auch viele Privatpersonen den eigentlich für Unternehmen gedachten Dienst nutzten. Zum anderen, weil bei Zoom diverse Sicherheitslücken und Datenschutzprobleme entdeckt wurden.

Zoom kommt aktuell auf einen Börsenwert von mehr als 40 Milliarden Dollar. Bluejeans war dagegen nicht an der Börse notiert. Auf den Dienst setzen unter anderem Facebook und Disney für ihre Videokonferenzen. Experten gehen davon aus, dass zu den langfristigen Auswirkungen der Coronavirus-Krise gehören könnte, dass Unternehmen mehr Dienstreisen durch Videoschaltungen ersetzen. (red, 17.4.2020)