Die Nutzfahrzeughersteller Daimler Trucks und Volvo wollen bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für Lkw künftig zusammenarbeiten. Dazu sei eine nicht bindende Vereinbarung zur Gründung eines Joint Venture unterzeichnet worden, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Ziel sei die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für schwere Nutzfahrzeuge und andere Anwendungsfelder.

Der schwedische Hersteller zahle für seine Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen 600 Millionen Euro an Daimler. Der Dax-Konzern fasst dafür alle Brennstoffzellen-Aktivitäten mit den Produktionsstätten in Deutschland und Kanada in einer neuen Einheit zusammen. Das neue Unternehmen soll bis Jahresende gegründet werden.

Entlastung für Daimler

Die Schwaben arbeiten schon seit zwei Jahrzehnten an der Technologie, bei der Antriebsenergie durch die Umwandlung von Wasserstoff in Strom an Bord des Fahrzeugs gewonnen wird. Die Brennstoffzelle ist wegen der längeren Reichweite besser für Schwerlaster geeignet als Batterien. Daimler und Volvo hoffen, gemeinsam die Entwicklung der schon länger geplanten Serienfahrzeuge zu beschleunigen.

Für Daimler ist das Gemeinschaftsprojekt eine finanzielle Entlastung. Der Konzern kämpfte schon vor der Corona-Krise mit Gewinnschwund wegen hoher Investitionen und einer Talfahrt der Auto- und Nutzfahrzeugkonjunktur. (Reuters, 21.04.2020)