Einsatzkräfte in Polen kämpfen gegen einen Waldbrand im größten Nationalpark des Landes

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Einsatzkräfte in Polen kämpfen gegen einen Waldbrand im größten Nationalpark des Landes. Das am Sonntag ausgebrochene Feuer im Biebrza-Nationalpark habe mittlerweile eine geschätzte Fläche von rund 4.000 Hektar erfasst, sagte der Direktor des Parks am Mittwoch laut Nachrichtenagentur PAP. An den Löscharbeiten seien Feuerwehr, Beschäftigte des Nationalparks, Soldaten und Freiwillige beteiligt.

Polen kämpft mit Trockenheit

Der Nationalpark im Nordosten von Polen umfasst unter anderem das Biebrza-Tal, eines der größten Torfmoore in Mitteleuropa. Elche leben dort ebenso wie seltene Vogelarten. Das sumpfige, von Weidendickicht und Röhricht bewachsende Gelände sei an vielen Stellen schwer zugänglich, teilte die Parkverwaltung mit. Außerdem könne sich das Feuer, das an der Oberfläche gelöscht sei, durch den Wind in dem torfigen Untergrund weiter verbreiten und wieder ausbrechen.

Nach einem Winter mit nur wenig Niederschlag hat Polen wie Deutschland auch in diesem Frühjahr mit Trockenheit zu kämpfen. Laut dem staatlichen meteorologischen Institut ist auch in den kommenden Tagen nicht mit Regen zu rechnen. (APA, 22.4.2020)