Amazon steht in der Kritik.

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Amazon-Lagerhausmitarbeiter planen offenbar USA-weit einen Protest gegen den Umgang des Unternehmens mit dem Coronavirus. Einem Bericht von "CNBC" zufolge sollen zumindest 300 Arbeiter aus über 50 Lagerhallen planen, sich krankzumelden. Die Mitarbeiter fordern höhere Sicherheitsstandards wie Schutzausrüstung und Schulungen zur Verwendung. Außerdem wollen sie, dass Amazon für Krankheitskosten aufkommt.

Schon in den letzten Wochen ist es immer wieder zu Demonstrationen gekommen, das Unternehmen selbst gibt an, bereits dutzende Sicherheitsmaßnahmen eingeführt zu haben, etwa, dass öfter geputzt wird und die Dienstzeiten unterschiedlich beginnen. Anfang des Monats gab Amazon an, mit Wärmebildkameras nach fiebrigen Mitarbeitern zu suchen und Gesichtsmasken in US-Lagerhallen einzuführen.

In Frankreich verboten

Nach einem Urteil stellte der Versandhändler außerdem seinen Betrieb in Frankreich vorläufig ein – ein gericht hatte dem Unternehmen zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken. Der Online-Händler habe in der Coronavirus-Krise seine Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in seinen Logistikzentren nicht ausreichend erfüllt. (red, 22.4.2020)