Die Verordnung soll ab Juni 2020 gelten

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Die Telekombehörde RTR hat ihren Vorschlag zur Sicherheit von 5G-Netzen vorgelegt. Konkret hat sie ihre Verordnung vorgestellt, deren Inkrafttreten für Juni 2020 geplant ist. Darin werden Mindestsicherheitsmaßnahmen für alle Betreiber von elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten festgelegt – etwa umfassende Informationspflichten bei Sicherheitsvorfällen.

"Multi-Vendor-Strategie"

In der Verordnung sticht ein Punkt hervor. Um die Sicherheit in 5G-Netzen zu sichern, müssen Mobilfunker auf eine "Multi-Vendor-Strategie" setzen. Sie sollen das notwendige technische Equipment nur kaufen, wenn es von mehreren Anbietern zu haben ist. Damit sollen Abhängigkeiten von einem einzigen Lieferanten vermieden werden.

Huawei

Damit reagiert die RTR auf Bedenken zum Einsatz von 5G-Technik auch China. So wirft die USA dem Huawei-Konzern vor, er betreibe Spionage für Peking. Bisher konnten die Amerikaner dafür aber keinen Beweis vorlegen. Huawei sieht die Angriffe als Teil des Handelskrieges zwischen China und den USA. In Österreich hat Huawei für Magenta bereits ein 5G-Netz errichtet. Allerdings kommen im Core-Netz keine Produkte von Huawei zum Einsatz. Huawei gilt als führend in Sachen 5G. (sum, 24.4. 2020)