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Die Deutsche Telekom pocht auf die Beteiligung des umstrittenen chinesischen Konzerns Huawei beim Ausbau des Mobilfunknetzes. "Wir brauchen auch Huawei", sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag. Ohne die Bauteile des Netzwerkausrüsters lasse sich nicht einmal das bestehende Netz auf Vordermann bringen.

Druck auf Anbieter

Weil die Mobilfunkkonzerne die Versorgungsauflagen aus der LTE-Auktion von 2015 immer noch nicht erfüllen, hat der politische Beirat der Bundesnetzagentur die Vorstandschefs von Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland (O2) am Montag zum Rapport bestellt. Die USA haben einen Bann gegen Huawei ausgesprochen. Sie werfen dem Konzern vor, für den chinesischen Staat zu spionieren. Diese Vorwürfe weist Huawei zurück.

Weltweit 90 Verträge mit Huawei

Einige Länder schlossen sich den USA an. In Europa ignorieren aber viele Anbieter die Boykott-Aufrufe der US-Regierung. Huawei hat weltweit mehr als 90 Verträge mit Mobilfunkprovidern zum Aufbau von Mobilfunknetzen der fünften Generation (5G) gewonnen, 47 davon in Europa. In einer Empfehlung an die Mitgliedsstaaten hatte die EU-Kommission im Jänner die Tür für den Huawei-Konzern offengehalten. Riskante Anbieter sollten demnach aber aus Kernbereichen der Netze ferngehalten werden. In Österreich begrüßte die für Telekomagenden zuständige Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) damals die Vorschläge aus Brüssel. (APA, 02.05.2020)