Deutsche Startups werden bei der Entwicklung der sogenannten Corona-App zur Eindämmung der Pandemie doch eine Rolle spielen. Die Startup-Initiative Gesundzusammen werde das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Telekom und SAP unterstützen, teilten die Beteiligten am Mittwoch mit.

Dabei gehe es vor allem um die Bereiche Nutzerverhalten und Nutzervalidierung. Akteure bei Gesundzusammen sind unter anderen die Fintech-Schmiede Finleap und die Versicherungs-Plattform Wefox.

App soll Kontakte ermitteln

SAP und Deutsche Telekom arbeiten erst seit gut einer Woche an einer Software-Anwendung zur Nachverfolgung der Kontakte von Covid-19-Infizierten auf freiwilliger Basis. Zuvor hatte die Bundesregierung eine Kehrtwende vollzogen und sich von einem zentralen Speicheransatz verabschiedet, der von den Handybetriebssystem-Riesen Google und Apple abgelehnt wird. Nun sollen die Daten dezentral auf den Smartphones gespeichert werden. Bei der App ist die Telekom für die Prozesse rund um Netzwerk- und Mobilfunktechnologie sowie den Betrieb verantwortlich, SAP stellt über eine technische Plattform die erforderliche Software-Technologie zur Verfügung.

Ursprünglich sollte die App bereits Mitte April verfügbar sein. Nun soll es wohl noch Wochen dauern. Vor allem in der Urlaubssaison gilt eine solche App als ein wichtiges Mittel, um möglichst auch länderübergreifend einzelne Infektionsherde zu identifizieren. (APA, 06.05.2020)