Ein unzufriedener Nutzer nach einem unabsichtlichen Update auf macOS 10.15 (Anmerkung: mutmaßlich).

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Es ist ein Vorwurf, den Apple zuletzt immer öfter zu hören bekommen hat: Die Qualität von macOS habe über die Jahre merklich gelitten. Ob zu Recht oder nicht, sei dahingestellt. Klar ist aber jedenfalls, dass dies dazu geführt hat, dass sich viele User bei Updates lange Zeit lassen. Das wird nun zwar nicht verhindert, aber doch deutlich mühsamer gemacht, wie heise.de berichtet.

Kein Ignorieren

Mit der neuesten Version von macOS (10.15.5) ist es nicht mehr möglich, Updates zu "ignorieren". Beim dafür genutzten Kommandozeilenbefehl ("softwareupdate") ist die entsprechende Option nun als "veraltet" markiert, in einer Folgeversion soll sie ganz entfernt werden.

Eine Begründung für diesen Schritt liefert Apple nicht. Klar ist aber, dass die Nutzer damit künftig nicht mehr verhindern können, laufend mittels Benachrichtigungen zum Update gedrängt zu werden. Das ist für jene, die lieber bei einer älteren Version bleiben, nicht nur nervig, es kann auch dazu führen, dass man sich einmal verklickt und das Update unabsichtlich ausführt. Angesichts dessen, dass beispielsweise macOS 10.15 den Support für 32-Bit-Software streicht, kann so ein unabsichtliches Updates dann für die Nutzer ziemlich unerfreuliche Konsequenzen haben, wenn gewohnte Programme nicht mehr starten.

Nachzieher

Die Abschaffung dieser Möglichkeit beschränkt sich übrigens nicht nur auf die aktuellste Generation von Apples Betriebssystem. Als Teil des Sicherheitsupdates 2020-003 wird diese Änderung nämlich auch bei macOS 10.14 und 10.13 vollzogen.

Das Ganze hat noch einen anderen Nebeneffekt: Die permanente rote Kennzeichnung des Systemeinstellungs-Icons lässt sich nämlich nur mehr temporär vornehmen. Kaum öffnen die Nutzer die Update-Einstellungen, ist diese Markierung wieder zurück. (red, 29.5.2020)