Eine schnittige Antwort von Manner.

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Auf Twitter reagierte das Unternehmen Manner auf eine Provokation eines bekannten Wiener Rechtsextremisten, der als Anführer der sogenannten "Identitären" und deren Nachfolgeorganisation gilt, mit einem klaren Statement.

"Bitte unterlassen sie es mit unser Marke politische Stimmung zu machen!"

Der Mann schrieb auf der Kurzmitteilungsplattform, er finde es "großartig", dass sich Manner nicht dem "#blacklivesmatter Klamauk" angeschlossen habe und daher deren Schnitten getrost gegessen werden können. Darauf bekam er folgende Antwort von Manner: "Bitte unterlassen sie es mit unser Marke politische Stimmung zu machen! Seit 130 Jahren ist Manner für alle Menschen da, denn im Herzen sind wir alle rosa! #blacklivesmatter" Die Antwort kam bei der Twitter-Community gut an.

So antwortete Manner.

Provokationen sind ein Markenzeichen des Rechtsextremisten, dessen Verbindungen zur FPÖ in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema waren. Die Freiheitlichen gingen im vergangenen Jahr auf Distanz, nachdem ein Rechtsextremist im neuseeländischen Christchurch 51 Menschen ermordet hatte, als diese eine Moschee besucht hatten. Nach dem Anschlag präsentierte der Attentäter ein krudes Manifest, dessen Titel "Der große Austausch" Bezug auf eine identitäre Verschwörungsmythos zu einem angeblichen "Bevölkerungsaustausch" nahm.

Kurz nach dem Terrorakt wurde bekannt, dass der Attentäter dem Identitären-Chef 1.500 Euro gespendet hatte. Auf Druck der ÖVP wandte sich daraufhin der damalige Koalitionspartner FPÖ von der Gruppierung ab. Im Parlament scheiterte ein Verbot der Gruppe, nachdem sich eine FPÖ-Politikerin bei der Abstimmung verzählte. (red, 11.6. 2020)